Der Tesla-Wochenrückblick: Von hervorragenden Quartalsergebnissen zu „peinlich hohen” Preisen

von | 24. Juli 2022 | Rund um Tesla

Der Tesla-Wochenrückblick: Von hervorragenden Quartalsergebnissen zu „peinlich hohen” Preisen

Herzlich willkommen im Tesla-Wochenrückblick. Auch in dieser Woche war wieder viel los beim Elektro-Pionier.

Tesla hat seinen Bericht für das zweite Quartal 2022 vorgelegt und die Erwartungen von Analysten übertroffen. Das gute Ergebnis steht aber auch unter dem Eindruck enorm gestiegener Preise, die sogar CEO Musk als „peinlich” empfindet – und sie deshalb bei Gelegenheit senken will.

Außerdem: Tesla macht Fortschritte bei den 4680-Batteriezellen und sieht sich mit einer möglichen Klagewelle konfrontiert.

Alle Highlights wie immer kompakt für Sie zusammengefasst.

Alle Tesla-Highlights der Woche

Musk denkt über Preissenkungen nach – wenn sich Inflation beruhigt

Zwei Jahre Corona und die folgende Inflation sind auch an Tesla nicht spurlos vorübergegangen. Bis zu 30 % mehr kosten Elektrofahrzeuge aus dem Hause Musk gegenüber dem Vorkrisenniveau. „Peinlich” findet das sogar der Tesla-CEO selbst. 

Obwohl die Auftragsbücher weiterhin gut gefüllt sind, denkt Elon Musk daher über künftige Preissenkungen nach, – sollte sich die Inflation „beruhigen“. Die Fahrzeuge sollen damit noch mehr Menschen zugänglich gemacht werden. 

Erstmals Model Y mit 4680-Strukturbatteriepaket in Grünheide produziert

Der Autohersteller hat die Umbaupause in Brandenburg wohl genutzt, um einige Neuerungen auszuprobieren. Dazu gehörte wohl auch ein Model Y mit dem neuen selbsttragenden 4680-Batteriepaket, wie es auch schon in Texas hergestellt wurde.

Tesla verspricht sich viel von der Technik: Nur noch zwei große Gussteile sowie die Batterie bilden das komplette Gerüst für das Model Y. Bis das Prinzip in Brandenburg die Serienreife erreicht, dauert es aber wohl noch; vorerst sind die so produzierten Model Y nur Testobjekte.

Installationen von Solar Roof ausgesetzt

Im letzten Wochenrückblick hatten wir berichtet, dass die Solarsparte des Unternehmens nach langer Flaute einen Installationsrekord hingelegt hatte. Das sogenannte Solar Roof, welches aus Solardachziegeln besteht, war davon allerdings nicht betroffen.

Obwohl Elon Musk die Technik einst als Revolution für die Solarbranche ankündigte, fanden sich kaum Kunden für das innovative Produkt. Nun hat Tesla das Solar Roof, welches bisher ohnehin nur in den USA verkauft wurde, offenbar vorerst eingestellt, – ohne nähere Angabe von Gründen.

Tesla kann Gewinn in Q2 fast verdoppeln

Aus dem am 20.07.2022 veröffentlichten Quartalsbericht gehen 2,3 Milliarden US-Dollar Nettogewinn hervor, 98 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Auch die Umsatzrendite von knapp 15 % kann sich sehen lassen. Allerdings war der Gewinn in Q1 mit 3,3 Milliarden USD auch schon deutlich höher. Für Tesla ist es das elfte profitable Quartal in Folge, nachdem 2020 zum ersten Mal in der Firmengeschichte schwarze Zahlen geschrieben werden konnten.

Tesla verkauft Großteil seiner Bitcoins

Ebenfalls aus dem Quartalsbericht geht hervor, dass der US-Autobauer zum Quartalsende ca. 75 % seiner Bitcoin-Position verkauft hat. Laut Musk solle das aber keinesfalls als Wertung der Kryptowährung gesehen werden, vielmehr sah man sich angesichts der unklaren Lage in Shanghai gezwungen, seine Cash-Position zu maximieren. Der Bitcoin war wie auch der Rest des Kryptomarktes in Q2 massiv abgestürzt.

Tesla will sich von Gigafactory-Texas-Chef trennen

Gegen den Manager, der für den Bau und Betrieb der Gigafactory Texas zuständig war, laufen wohl interne Untersuchungen. Der Vorwurf: Unter dem Vorwand eines Geheimprojekts soll der Vertraute von Tesla-Chef Musk schwer erhältliches Spezialglas bestellt haben, welches in Wahrheit aber für private Zwecke Musks gedacht war. Ob der Vorfall auch für den CEO selbst Konsequenzen haben wird, ist nicht bekannt.

Mexikanischer Bundesstaat richtet eigene Tesla-Spur bei Ausreise ein

Bei der Ausreise aus Nuevo Leon in Richtung Texas gibt es nun eine gesonderte Tesla-Spur, die den Warenverkehr zur Gigafactory Texas beschleunigen soll. Hintergrund für diese Aktion ist wohl auch die Ansiedlung von immer mehr Autozulieferern in Mexiko, welche natürlich eine gewisse Konkurrenz unter den Bundesstaaten auslöst.

Zuletzt war bekannt geworden, dass der chinesische Batterie-Weltmarktführer CATL seine geplante Nordamerika-Präsenz wohl in Mexiko aufbauen wird.

Risse im Unterboden – Tesla vor Klagewelle?

Zwei Model-3-Fahrer haben Tesla vor dem Landgericht München verklagt, weil ihre Fahrzeuge Risse an den Wagenheberaufnahmen aufwiesen. Durch die Nähe zur empfindlichen Batterie und weil die Wagenheberaufnahmen Teil der tragenden Struktur sind, könnte der Schaden als „erheblicher Mangel” klassifiziert werden und die betroffenen Model 3 somit keinen TÜV mehr bekommen, so ein Gutachter von GTÜ.

Der Autobauer hingegen spricht von rein kosmetischen Mängeln, führt den Fehler auf einen falsch eingestellten Roboter zurück und möchte die Kosten einer Reparatur nicht tragen. Das Landgericht hat noch keine Entscheidung getroffen, bei Erfolg der Kläger könnte jedoch eine ganze Klagewelle anderer Betroffener auf Tesla zurollen – und das dürfte teuer werden.

Fazit

Auch in dieser Woche war wieder viel los bei Tesla. Der E-Auto-Pionier feiert sich für seine guten Quartalsergebnisse und sieht sich in der Lage, über Preissenkungen zumindest nachzudenken.

Diese guten Nachrichten täuschen derzeit auch über die durchaus existenten Probleme hinweg: Das Solar Roof konnte die hohen Erwartungen nicht erfüllen und wird eingestellt.

Und Produktionsfehler am Model 3 könnten für Tesla noch zu einer sehr teuren Klagewelle führen.

Wir sind gespannt, wie sich die Dinge entwickeln und was bis zum nächsten Wochenrückblick passiert.

Quelle Beitragsbild: Mit freundlicher Genehmigung von Tesla, Inc.

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1 Kommentar

  1. Ich hoffe für Tesla als auch M3 Fahrer das sich das Problem mit dem Unterboden gegenseitig gut einigen lässt
    Gerichte sind nicht immer die beste Lösung

    Antworten

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