TÜV mit Elektroautos – Das wird beim Tesla Model 3 gemacht

von | 13. Oktober 2020 | Tesla Model 3, Rund um Tesla | 1 Kommentar

Sie werden immer beliebter: Elektroautos.

Die schnell beschleunigenden, geräuscharmen und klimafreundlichen PKW erobern nach und nach die Straßen.

Besonders die von Elon Musk geführte E-Auto-Firma Tesla ragt mit ihren schnittigen Oberklassewagen in der Branche heraus. Doch je mehr Elektroautos nun auf die Straßen kommen, desto mehr Fragen stellen sich auch. Schließlich ist ein E-Auto grundlegend anders aufgebaut als ein Verbrenner.

In Deutschland müssen Fahrzeuge regelmäßig auf deren Fahrtauglichkeit und Sicherheit geprüft werden. Elektroautos sind davon natürlich nicht ausgenommen.

So ist es auch eine Frage von großer Wichtigkeit, was beim TÜV geschieht, wenn man dort mit seinem Tesla auftaucht.

Der YouTuber Nico Pliquett hat diesem Thema ein aufschlussreiches Video gewidmet, in welchem er mit zwei Tesla Model 3 den TÜV absolviert hat.

Was dort gemacht wurde und welche Hürden und mögliche Probleme ein Tesla im Alltag sonst noch hat, fassen wir in diesem Artikel für Sie zusammen.

Tesla saubermachen: Waschstraße oder Handwäsche?

Bevor wir zum TÜV kommen, erzählt Nico von einer weiteren Thematik, die für jeden (angehenden) Tesla-Fahrer interessant ist. Wie sollte man seinen Tesla am besten waschen?

Aus dem Hause Teslas heißt es, dass man seinen Tesla vorzugsweise per Hand waschen soll.

Nico Pliquett geht in seinem Video auch darauf ein und erklärt diese Empfehlung mit dem sensiblen Heckspoiler, der sich in der Waschstraße ablösen kann. Allerdings sei dies bei ihm in einer Waschanlage bislang noch nicht passiert, das Tesla Model 3 hat wohlgemerkt schon 40–50 Waschgänge hinter sich.

Ein anderes Thema in Bezug auf die Waschstraße: der Drucksensor der Tankklappe.

Bei Berührung mit dem Drucksensor öffnet sich die Tankklappe, was in der Waschstraße logischerweise zum Problem werden könnte.

Nico Pliquett, der vor allem für interessante Videos zu Autos bekannt geworden ist, schaltet daher in der Waschstraße die Bluetooth-Verbindung zwischen seinem Handy und dem Model 3 aus und schließt das Auto ab.

So soll das automatische Öffnen der Klappe vermieden werden.

Tesla erkennt jetzt Geschwindigkeitsbegrenzungen

Auf der Fahrt zum TÜV fiel ihm dann auf, dass das Model 3 ab sofort Schilder mit Geschwindigkeitsvorgaben erkennt.

Diese werden dem Fahrer auf dem großen Display angezeigt und entsprechend der Veränderungen auf der Route stetig aktualisiert.

Zu verdanken hat er dieses praktische Feature einem Software-Update, das diese Funktion ermöglicht.

Elektrofahrzeuge und TÜV: So läuft es bei einem Tesla

Der YouTuber beschreibt den TÜV-Prozess als unkompliziert.

Der TÜV-Prüfer hat einige Merkmale geprüft, darunter:

  • Airbag auf der Beifahrerseite deaktivierbar
  • Abblendlicht vorhanden
  • Spurhalteassistent
  • Unterboden
  • Bremsen, Bremsbeläge
  • Reifen

Weiterhin wurde per Sichttest geprüft, ob das Display selbst irgendwelche Fehlermeldungen anzeigt (was es nicht getan hat).

Da alles in Ordnung war, durften sich beide Model 3 nach der Prüfung über eine neue TÜV-Plakette freuen.

Einziges Manko beim Tesla der fehlende OBD-Stecker?

Einzig der fehlende OBD-Stecker (On-Board-Analyse), der das Auslesen von Fahrzeug-spezifischen Daten ermöglicht, war ein kleines Manko (das letztlich aber nicht entscheidend war).

Der OBD-Anschluss ist ein Fahrzeugdiagnosesystem, dass Daten, die während der Fahrt gesammelt werden, auslesbar macht.

Im Video hat Nico Pliquett gesagt, dass dieser bei Tesla-Wagen leider fehlt und das typische Auslesen der Fahrzeugdaten beim TÜV daher nicht möglich ist.

Daraufhin entwickelte sich eine spannende Diskussion in den Kommentaren, in der sich weitere Tesla-Besitzer, KFZ-Mechatroniker und letztlich Nico selbst nochmals zu Wort meldeten.

Ein User schrieb beispielsweise:

Als gelernter Kfz-Mechatroniker kann ich dir sagen, dass jeder Tesla ein OBD-Stecker besitzt. Tesla hat jedoch nicht den Standard-Stecker verwendet sondern einen selbst entwickelten. Deshalb wird ein Adapter benötigt, wenn freie Kfz-Werkstätten auslesen wollen.

User-Kommentar

Auch ein anderer Zuschauer hat von einem OBD-Anschluss im Tesla geschrieben:

Das Model 3 kann man mit einem Adapter per OBD2 auslesen. Der Anschluss ist unter der Lüftung für die Rücksitzbank.

User-Kommentar

Daraufhin antwortete dann auch der Video-Ersteller persönlich:

Von dem hab ich auch gehört. Aber den Adapter hab ich eben nicht und die beim TÜV auch nicht. Muss man dafür nicht auch aufwändig die Verkleidung abnehmen?

Nico Pliquett

Der Zuschauer erklärte in einer weiteren Antwort, dass hierfür die Kunststoffverkleidung zwischen Lüftungsauslass und Boden abgenommen werden muss.

OBD-Daten vom Model 3: Ist es möglich?

Auch nach offiziellen Informationen funktioniert das Auslesen per OBD für das Model S und Model X zwar einwandfrei, für das Model 3 ist es allerdings nicht vorgesehen.

Man müsste daher einen großen Aufwand betreiben, um den OBD-Anschluss, der sich am Ende der Mittelkonsole unter den Lüftungsschlitzen befindet, mit einem extra Diagnosekabel zu verbinden.

Erst nach dem Einbau eines solchen Adapters erhält man dann Zugriff auf die Fahrzeugdaten.

Noch mehr Tesla-News:

Wollen Sie noch mehr Inhalte oder Infos rund um die aufstrebende E-Auto-Marke?

In diesem Artikel stellen wir Ihnen eine Studie vor, die das Model 3 zum besten Auto erklärt hat.

Auch diese Studie kürte das Model 3 zum zufriedenstellendsten Auto.

Mehr interessante Videos von Nico Pliquett sehen Sie auf seinem YouTube-Kanal.

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  1. Ich habe bis heute noch keine Verkehrszeichen Erkennung, trotz allen Update zB 2021.30.10.

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