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Tesla öffnet erstmals Supercharger für andere Autohersteller

von | 25. Juni 2021 | Rund um Tesla | 0 Kommentare

Tesla hat gegenüber norwegischen Beamten bestätigt, das Supercharger-Netzwerk bis September 2022 für andere Autohersteller zu öffnen.

Teslas Supercharger für alle?

Zuletzt gab es häufiger Gerüchte darüber, dass der US-Autobauer womöglich seine beliebte Schnelllade-Infrastruktur für andere Autohersteller öffnet.

Den Wert des Ladenetzes zu beziffern ist beinahe unmöglich. Es besteht aber kein Zweifel daran, dass das Supercharger-Netzwerk von Tesla das umfangreichste Schnellladenetzwerk für Elektrofahrzeuge auf der Welt ist.

Anstatt sich wie die meisten anderen Autohersteller auf Ladenetzwerke von Drittanbietern zu verlassen, entwickelte das Unternehmen von Elon Musk sein eigenes Netzwerk von Grund auf. Dies war auch nötig, da Tesla als E-Auto-Pionier auf keine anderen großflächigen Ladenetze zurückgreifen konnte.

Ein Jahrzehnt nach der Einführung des ersten Superchargers verfügt das Unternehmen von Elon Musk heute über 25.000 Supercharger an über 2.700 Stationen auf der ganzen Welt.

Im Gegensatz zu Netzwerken von Drittanbietern können nur Tesla-Fahrzeuge am Supercharger-Netzwerk aufladen.

Der Autohersteller hat jedoch oft angedeutet, das Supercharger-Netzwerk in der Zukunft eventuell mit anderen Autoherstellern zu teilen. Es würde davon abhängen, eine Vereinbarung über die Aufteilung der Kosten zu treffen.

Die Gerüchte über eine Öffnung des Supercharger-Netzwerks haben sich in letzter Zeit gehäuft. Der deutsche Verkehrsminister Andreas Scheuer gab vor kurzem bekannt, sich in Gesprächen mit Tesla zu befinden, um das Netzwerk für andere Autohersteller zu öffnen.

Tesla öffnet Supercharger in Norwegen

Nun wird es sogar noch konkreter: Der E-Auto-Pionier aus Kalifornien steht in Kontakt mit der Vestland fylkeskommune, dem Verwaltungsorgan des Bezirks Vestland in Norwegen. Dort ist der Autohersteller auf finanzielle Anreize und Prämien aus, um Ladestationen zu bauen.

Allerdings gibt die Regierung nur Anreize für Ladestationen, die allen Autoherstellern offen stehen.

Laut Electrek-Informationen bestätigten Regierungsvertreter, dass der US-Autohersteller ihnen gesagt hat, das Supercharger-Netzwerk bis September 2022 für andere Marken zu öffnen. Daher wollen die Norweger zustimmen, die Anreize zu genehmigen, solange das Vorhaben umgesetzt wird.

Hier ist der Auszug des Treffens gemäß dem Sitzungsprotokoll (aus dem Englischen übersetzt):

„Die Bedingung für Vorteile ist, dass die Infrastruktur mit einem öffentlich zugänglichen Angebot entwickelt werden muss. Tesla beantragte Vorteile für den Ausbau von 5 Schnellladestationen. Die heutigen Ladestationen von Tesla sind nur für Tesla-Autos verfügbar. Diese Art von Infrastruktur ist dann nur für eine Gruppe nutzbar und sonst nicht für die Allgemeinheit. Im Antrag beschreibt Tesla, dass die entsprechenden Ladestationen dennoch ab dem dritten Quartal 2022 öffentlich zugänglich sein werden. Die Verwaltung geht davon aus, dass die beantragten Ladestationen dann förderfähig sind, sofern die Förderung nach Öffnung des Ladeangebots durch Tesla für alle Automarken bis spätestens Ende September 2022 ausgezahlt wird. Die Verwaltung empfiehlt der Gemeinde Vestland zur Kenntnis zu nehmen, dass die Zuwendung gestrichen werden kann, wenn die Voraussetzungen nicht erfüllt sind.“

Damit wurde zum ersten Mal ein konkreter Zeitplan für die Öffnung des Supercharger-Netzwerks für andere Autohersteller genannt.

Supercharger-Öffnung auch in Deutschland?

Es ist unklar, ob die Öffnung nur für Norwegen, Europa oder weltweit gilt. Wie wie eingangs erwähnt sollen aber bereits ähnliche Gespräche in Deutschland geführt werden.

Es wäre technisch einfacher, das Netzwerk in Europa zu öffnen, da das Supercharger-Netzwerk den CCS-Anschluss verwendet, der hier Standard ist.

Die insideTesla-Meinung

Nachdem wir kürzlich bereits über die Aussagen von Minister Scheuer berichtet haben, teilten viele Tesla-Fahrer in den sozialen Medien große Kritik daran. Vor allem in Deutschland gibt es bei den Tesla-Besitzern scheinbar wenig Verständnis und Sympathie für derartige Pläne, da der Autohersteller der deutschen Regierung vor Jahren, noch ganz am Anfang, einen Deal zum gemeinsamen Ausbau der Infrastruktur angeboten hat, was Deutschland zum damaligen Zeitpunkt noch ablehnte.

Außerdem fühlen sich viele Tesla-Fahrer betrogen, da sie die Supercharger mit ihrem Kauf mitfinanziert haben und Fahrer von anderen Automarken davon profitieren würden. In der Tat ist es ein Fakt, dass es Deutschland in den letzten Jahren nicht gelungen ist, ein zufriedenstellendes einheitliches Schnellladenetz für Elektroautos zu errichten.

Der Plan von Minister Scheuer, nun das Supercharger-Netz nun in die Pflicht zu nehmen, wirkt wie eine Verzweiflungstat und letzte Rettung.

Ob es so weit tatsächlich kommt und falls ja, zu welchem Zeitpunkt, ist noch unklar. Die Pläne in Norwegen könnten aber als Modellprojekt dienen und ähnliche Vorhaben in anderen Ländern Europas beschleunigen.

Was ist deine Meinung dazu – sollten Supercharger für alle geöffnet werden oder nicht? Lass uns deine Ansicht in einem Kommentar da!

Quelle Beitragsbild: Mit freundlicher Genehmigung von Tesla, Inc.

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