Wie schnell ist das Starlink-Internet? Tests zeigen Download- und Upload-Raten

von | 18. Februar 2022 | SpaceX, Elon Musk

Wie schnell ist das Starlink-Internet? Tests zeigen Download- und Upload-Raten

Seit einiger Zeit ist das satellitenbasierte Internet von Starlink für erste Nutzer in Amerika und auch Europa verfügbar, Erfahrungsberichte und Messwerte gibt es daher zuhauf. Viel dreht sich dabei um die richtige Installation und den Preis, doch die drängendste Frage ist: Wie gut ist die Internetverbindung eigentlich? Und kann SpaceX seine Versprechungen halten oder taugt es doch nicht als Alternative zur konventionellen Kabelverbindung?

An für sich bietet das Internet von Starlink viele Vorteile, die eine konventionelle Verbindung nicht hat. Beispielsweise kann man den Empfänger wirklich an jedem Ort der Erde aufstellen und so Breitband-Internet selbst mitten im Amazonas-Dschungel erhalten – oder in ähnlich schlecht versorgten ländlichen Gebieten in Deutschland. Im Prinzip eignet es sich auch als Internet-Quelle für Campervans oder beim Zelten, wenn man denn dort Highspeed-Internet braucht.

Außerdem verspricht Starlink in Zukunft auch Geschwindigkeiten, die man sonst allenfalls aus teuren Premium-Tarifen kennt. Auf der anderen Seite ist es genau das: Mit aktuell 99 Euro pro Monat plus einmalig 500 Euro Startkosten ist Starlink teurer als die allermeisten anderen Anbieter. Was bekommt man also für sein Geld?

Liest man sich Testberichte im Internet durch, stellt man fest, dass die allermeisten Nutzer mindestens 50 Mbps im Download und 15 Mbps im Upload erreichen, die Latenz liegt meist zwischen 30 und 45 Millisekunden. Manche erreichen insbesondere im Download auch deutlich bessere Werte bis hin zu 100 Mbps.

Selbst der minimale Download-Wert von 50 Mbps ist für den ein oder anderen kabelnutzenden Leser auf dem Land eine utopische Vorstellung, in der Stadt liegt SpaceX etwa im Durchschnitt. Beim Upload steht Starlink hingegen oft etwas schlechter da als die meisten der konventionellen Anbieter, auch die Latenz ist deutlich größer. Letzteres ist durch den vergleichsweise langen Funkweg zum nächsten Satelliten zu erklären, da das Signal trotz des niedrigen Orbits der Satelliten ersteinmal rund 550 Kilometer durch die Atmosphäre zurücklegen muss. Zwar plant SpaceX in Zukunft, auf noch niedrigere Orbits umzusteigen, dennoch wird eine Kabelverbindung latenzmäßig wahrscheinlich auch künftig schneller sein.

Dies dürfte zumindest für Gamer ein Ausschlusskriterium sein, wobei Starlink ohne primär dafür gedacht, Internet überall auf der Welt bereitzustellen und nicht, um eine auf die Millisekunde optimierte Highspeed-Verbindung aufzubauen. Der durchschnittliche Nutzer jedenfalls wird auch mit der Starlink-Latenz hervorragend zurechtkommen.

Wichtig bei der Betrachtung der Werte ist generell: diese gelten nur, wenn die Empfangsschüssel zuhause wirklich unter freiem Himmel und ohne Hindernisse aufgestellt werden kann. Schon ein Baum oder ein anderes Haus, das in den Sendebereich hineinragt, kann die Leistung erheblich beeinflussen.

Auch wenn die Geschwindigkeitswerte für den Durchschnittsnutzer schon mehr als ausreichend sind, verspricht Elon Musk natürlich mehr. In Zukunft sollen mehr als 200 Mbps im Download verfügbar sein, auch der Upload soll deutlich schneller werden. Angesichts der Tatsache, dass aktuell nur knapp 2000 der geplanten 42.000 Satelliten in Betrieb sind, erscheint eine weitere Steigerung auch durchaus realistisch. Ob dabei allerdings auch der Preis sinkt, ist unklar – für eine großflächige Akzeptanz wäre es wohl nötig.

Quelle Beitragsbild: Wikimedia Commons

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