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Tesla: Verbale Attacke auf deutsche Regierung

von | 08. April 2021 | Gigafactory Grünheide | 0 Kommentare

Der Konflikt um die Tesla-Fabrik in Grünheide geht in die nächste Runde. Nachdem Tesla schon an gefühlt endlosen Stellen mit Umweltverbänden und -aktivisten zu kämpfen hat, kritisiert der kalifornische Autohersteller nun in einer Stellungnahme auch die deutsche Regierung.

Tesla Gigafactory Grünheide: Ein Eklat jagt den nächsten

Im November 2019 kündigte Firmenchef Elon Musk die neue Produktionsstätte das erste Mal an. Es sollte also die erste Gigafactory ihrer Art in Europa werden, im Herzen Deutschlands nahe Berlin. Zu diesem Zeitpunkt war dem exzentrischen Multimilliardär sicher noch nicht klar, welche Hürden es dabei zu überwinden gilt.

Während das Projekt Beifall und Unterstützung aus der Politik erhielt, so unter anderem von Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Peter Altmaier, gab es seit Festlegung des Bauortes Grünheide scharfe Kritik von Umweltverbänden. Zunächst ging es hierbei um die Rodung eines Waldstückes, dann um den Schutz von darin befindlichen seltenen Ameisen und zuletzt um den Wasserverbrauch in der Region, der durch die Gigafactory offensichtlich ansteigen wird.

Bislang konnte Tesla diese Konflikte noch so gut es geht beschwichtigen: Zur Kompensation der Rodung wurde andernorts ein neues Waldstück angelegt, die Ameisen umgesiedelt und Sparmaßnahmen bezüglich des Wasserverbrauchs veranlasst.

Tesla wartet noch auf finale Genehmigung

Das Problem: Die finale Genehmigung für den Bau und die Inbetriebnahme der Gigafactory in Grünheide steht noch aus. Zwar hat der Autohersteller ein enormes Tempo an den Tag gelegt und bereits große Baufortschritte gemacht, sollte die Genehmigung letztlich aber nicht erteilt werden, wären alle Ausgaben und Aufwendung umsonst gewesen.

Nun kritisiert der Autohersteller deutsche Bundesregierung

Wie viele Medien am Donnerstag berichteten, hat genau diese Langsamkeit der deutschen Behörden das Fass nun zum Überlaufen gebracht.

„Der deutsche Genehmigungsrahmen für Industrie- und Infrastrukturprojekte sowie für die Raumplanung steht in direktem Gegensatz zu der für die Bekämpfung des Klimawandels notwendigen Dringlichkeit der Planung und Realisierung solcher Projekte.“

Quelle: t-online

Der Autohersteller drückt außerdem seine Irritation darüber aus, dass 16 Monate nach Einreichung des Antrages noch nicht mal ein Zeitrahmen für die abschließende Beurteilung vorliegt.

Pikant: Tesla unterstützt nun eine Klage der Deutschen Umwelthilfe (DUH) gegen die Bundesregierung. Die DUH will, dass Deutschland dazu verurteilt wird, ein Programm zu erstellen, um das nationale Klimaziel bis 2030 zu erreichen.

T-Online schreibt:

„Tesla reichte die Stellungnahme als ‘Freund des Gerichts’ ein, da es im Interesse des Verfahrens sei, die Erfahrungen zu teilen.“

Die insideTesla-Meinung

Die Kritik von Tesla an der deutschen Handhabung dieser Angelegenheit ist absolut nachzuvollziehen. Obwohl einige Punkte beim Bau der Gigafactory sicherlich Kritik verdient haben, hat Tesla zweifelsohne größte Bemühungen aufgewendet, um sowohl die Interessen der Wirtschaft als auch die der Umweltaktivisten berücksichtigen zu können.

Seit 16 Monaten baut, plant und investiert Tesla auf eigenes Risiko. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die Fabrik in Grünheide schon kurzfristig 10.000 Arbeitsstellen schaffen wird und einen großen Beitrag zum Wandel zur umweltfreundlicheren E-Mobilität leistet, ist die deutsche Bürokratie an dieser Stelle ein Desaster.

Dass nach über einem Jahr noch keine Genehmigung vorliegt, ist die eine Sache. Dass aber noch nicht mal ein Zeitplan für die finale Bewertung des Projekts existiert und Tesla somit jegliche Planungssicherheit genommen wird, ist nicht nachvollziehbar.

Tesla: Verbale Attacke auf deutsche Regierung

Ab Juli 2021 sollen in der Elektroauto-Fabrik jährlich bis zu 500.000 Fahrzeuge vom Band rollen. Zunächst soll vor allem das Model Y, in einem darauffolgenden Schritt aber auch das Model 3 produziert werden. Ob und wann der Bauabschluss stattfindet und die Produktion beginnen kann, steht in Anbetracht der andauernden Genehmigung aber noch in den Sternen.

Wie siehst du den Konflikt zwischen Tesla und den deutschen Behörden? Lass uns deine Meinung jetzt in einem Kommentar da!

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