Tesla und SpaceX: Wie Elon Musk Ping Pong spielt und alle profitieren

von | 11. März 2022 | SpaceX, Elon Musk

Tesla und SpaceX: Wie Elon Musk Ping Pong spielt und alle profitieren

Den meisten Leuten wäre vermutlich schon die Leitung eines einzigen internationalen Großkonzerns zu viel, Elon Musk kümmert sich gleich um zwei. Beständig reist er zwischen den Zentralen und Produktionsstätten von Tesla und SpaceX hin und her, um die Entwicklungsprozesse zu begutachten oder auch selbst aktiv daran mitzuwirken.

Es ist daher nicht verwunderlich, dass beide Firmen extrem verbunden wirken; sie scheinen beide trotz unterschiedlicher Produkte und Zielsetzungen dem Musk-Universum zu entspringen.

Für die Unternehmen selbst bringt das so einige Vorteile mit sich: Sie können sich gegenseitig vermarkten und von der Technik profitieren, die das jeweils andere entwickelt hat. Beispiele für diese Kooperationspraxis gibt es viele, einige davon wollen wir hier vorstellen.

Marketing: Ein Tesla im All

Foto: @Official SpaceX Photos via Flickr

Dass Musk ein Gespür dafür hat, beide Unternehmen zusammen perfekt zu vermarkten, ist bekannt. So fuhren etwa die Astronauten des ersten bemannten SpaceX-Fluges in einem Tesla Model X zur Startrampe. Ein besonders schönes Beispiel ist aber der Erstflug der Falcon Heavy im Jahr 2018.

SpaceX hatte drei Falcon-9-Erststufen zusammengeschraubt und so die aktuell stärkste Rakete der Welt kreiert. Alle drei Erststufen sollten nach dem Flug wieder auf der Erde landen und so für spektakuläre Bilder sorgen. Doch als wäre das nicht genug, setzte Elon Musk im wahrsten Sinne des Wortes noch einen oben drauf: Sein persönlicher Tesla Roadster diente der Falcon Heavy als Nutzlastsimulation und wurde, ausgestattet mit allerhand Science-Fiction-Referenzen, im All ausgesetzt.

Als offiziell erstes Serienauto im Weltraum umkreist er seither die Sonne und steht symbolisch für das, was Musk mit Tesla und SpaceX mittlerweile erreicht hat und noch erreichen will.

Design: Universelle Sprache

Foto: Starlink

Dass SpaceX und Tesla verwandt sind, sieht man nicht zuletzt auch an der Designsprache. Schlicht, aber modern lautet die Devise, nach der die Autos, Raketen, Raumkapseln und Websites beider Firmen gestaltet sind. Deutlich wird das zum Beispiel auch beim Router für die Starlink-Verbindung, einem SpaceX-Produkt, das genauso gut auch aus dem Hause Tesla stammen könnte, wäre der Name nicht aufgedruckt.

Beschleunigung: Tesla Roadster mit SpaceX-Paket

Tesla Roadster: SpaceX-Paket

Auch in entgegengesetzter Richtung ist ein Technologietransfer möglich: Der neue Tesla Roadster soll ein optionales „SpaceX Package” erhalten, welches das Auto nochmals schneller machen soll. Eigentlich ist das gar nicht notwendig, denn mit einer Beschleunigung von 2,1 Sekunden von 0 auf 100, über 400 km/h Top-Speed und 1000 Kilometer Reichweite ist der Roadster sowieso schon ein Auto der Superlative.

Doch mit dem SpaceX-Paket kommen zu den drei Elektromotoren angeblich noch mehrere Kaltgas-Schubdüsen vom Raketenhersteller hinzu, welche mit komprimierter Luft arbeiten. Sie sorgen für eine bessere Straßenlage, besseres Bremsverhalten und natürlich eine noch schnellere Beschleunigung. Der YouTube-Kanal „Engineering Extreme” hat mit bisher verfügbaren Daten berechnet, dass die Null-auf-Hundert-Zeit mithilfe der Raketentechnik auf 1,1 Sekunden fallen könnte – ein absolut außerirdischer Wert.

Fraglich ist natürlich, ob ein solches Fahrzeug überhaupt noch verkehrssicher ist oder ob die schiere Beschleunigung und Geschwindigkeit den unbedarften Fahrer nicht schlicht überfordert.

Spekulation: Cybertruck und Starship aus gleichem Material

Eine wild kursierende, aber nicht bestätigte Spekulation ist, dass das Starship aus dem gleichen kaltgewalzten Edelstahl gebaut wird wie der zukünftige Cybertruck. Zum Science-Fiction-mäßigen Auftreten des Tesla-Trucks würde es passen – und wäre nur ein weiteres Beispiel für die Kooperation beider Firmen.

Technik: Tesla-Motoren im SpaceX-Starship

Doch nicht nur intellektuelles Eigentum teilen die Firmen, auch die entwickelte Technologie wird teils von beiden Unternehmen verwendet. Die neue Starship-Rakete etwa setzt für die Steuerung ihrer Heckflossen künftig auf die „Plaid”-Elektromotoren von Tesla. Bisher wurde dafür ein hydraulisches System eingesetzt, weil die Bewegung der Steuerflächen enorm viel Kraft benötigt – laut Elon Musk sei der Vorgang mit dem Heben einer kompletten Flugzeugtragfläche vergleichbar.

Nun scheinen die Motoren von Tesla, die leichter und zuverlässiger seien als die Hydraulik, aber stark genug zu sein – kein Wunder, liefern doch bereits drei davon über 1000 PS.

Übrigens: Um die Stromversorgung der Motoren und des Raumschiffs generell sicherzustellen, werden auch Tesla-Batterien im Starship verbaut – hierüber berichtete zum Beispiel teslarati.

Fazit

Mit SpaceX und Tesla hat Elon Musk ein Technologie-Universum geschaffen, in dem beide Firmen voneinander profitieren. Sei es beim Marketing, beim Design oder beim Austausch von Technik – die beiden Unternehmen arbeiten als Einheit zusammen.

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