Tesla startet offiziell Supercharger-Öffnung: Nun können dort auch Nicht-Tesla-Fahrer laden

von | 01. November 2021 | Rund um Tesla

Tesla startet offiziell Supercharger-Öffnung: Nun können dort auch Nicht-Tesla-Fahrer laden

Tesla startet erstmals ein Pilotprogramm, bei dem Elektrofahrzeuge anderer Hersteller an Superchargern laden können. Das Pilotprogramm findet derzeit an 10 Supercharger-Standorten in den Niederlanden statt.

Tesla öffnet Supercharger

In den letzten Monaten hat der E-Auto-Pionier angekündigt, das bis dato exklusive Supercharger-Netzwerk global auch für Elektrofahrzeuge anderer Hersteller zu öffnen.

Wie Electrek berichtet, kündigte der Autohersteller heute ein entsprechendes Pilotprogramm an (aus dem Englischen übersetzt):

„Heute starten wir unser Nicht-Tesla-Supercharger-Pilotprogramm an 10 Supercharger-Standorten in den Niederlanden. Der Zugang zu einem flächendeckenden, bequemen und zuverlässigen Schnellladenetz ist entscheidend für eine breite Akzeptanz von E-Fahrzeugen. Deshalb haben wir uns seit der Eröffnung unserer ersten Supercharger im Jahr 2012 für einen schnellen Ausbau des Netzes eingesetzt. Heute verfügen wir über mehr als 25.000 Supercharger weltweit.“

Das Supercharging-Erlebnis für Nicht-Tesla-Fahrer wird über die mobile App des US-Autobauers abgewickelt. Es entspricht in weiten Zügen dem normalen Ladevorgang, wie er bisher bekannt war.

In folgenden Orten in den Niederlanden können E-Autos aller Marken Supercharger-Stationen nutzen:

  • Sassenheim
  • Apeldoorn-Ost
  • Meerkerk
  • Hengelo
  • Tilburg
  • Duiven
  • Breukelen
  • Naarden
  • Eemnes
  • Zwolle

Im Gegensatz zu Tesla-Fahrern müssen Fahrer anderer Elektroautos die Ladevorgänge jedoch über die App einleiten und beenden, anstatt das Auto einfach auszustecken. Außerdem müssen sie in der App die richtige Ladestation auswählen.

Supercharger-Kosten für Nicht-Tesla-Fahrer

Tesla weist darauf hin, dass Nicht-Tesla-Fahrer im Supercharger-Netz mehr bezahlen müssen:

„Die Preise für Nicht-Tesla-Fahrer spiegeln die zusätzlichen Kosten wider, die durch die Unterstützung des Ladens einer breiten Palette von Fahrzeugen und die Anpassung unserer Standorte an diese Fahrzeuge entstehen. Die Preise variieren je nach Standort, und Sie können die Ladepreise in der Tesla-App einsehen. Der Preis pro kWh für das Aufladen kann mit einer Lademitgliedschaft gesenkt werden.“

Auf Twitter haben bereits erste Nutzer ihre Erfahrungen zu den Preisen geteilt:

Der Autohersteller ermutigt Fahrer der eigenen Autos außerdem, diese Stationen wie gewohnt zu nutzen. So sollen Erfahrungen hinsichtlich möglicher Überlastungen und dem allgemeinen Aufeinandertreffen Fahrer verschiedener Marken beobachtet werden:

„Tesla-Fahrer können diese Stationen weiterhin wie gewohnt nutzen, und wir werden jeden Standort genau auf Überlastung überwachen und uns bei den Kunden nach deren Erfahrungen erkundigen.“

Warum „Supercharger für alle“?

In einem Schreiben hat der Autohersteller auch nochmals erklärt, wie der Schritt der Öffnung zustande gekommen ist:

„Es war schon immer unser Bestreben, das Supercharger-Netzwerk auch für Nicht-Tesla-Elektroautos zu öffnen und dadurch mehr Fahrer zu ermutigen, elektrisch zu fahren. Dieser Schritt unterstützt direkt unsere Mission, den Übergang der Welt zu nachhaltiger Energie zu beschleunigen.“

Der Autohersteller fügte hinzu, dass das Ziel nach wie vor darin bestehe, das Netzwerk im Laufe der Zeit weltweit zu öffnen, auch in den USA, wo staatliche Anreize ein zusätzlicher Motivator sein könnten.

Pilotprogramm nur für CCS-fähige Fahrzeuge

Darüber hinaus weist das Unternehmen von Elon Musk darauf hin, dass das Supercharger-Kabel möglicherweise nicht alle Elektrofahrzeuge erreichen kann und warnt die Nutzer präventiv davor, so zu parken, dass sie andere Parkplätze blockieren, falls dies der Fall sein sollte.

Es wird auch über die Zugänglichkeit und den Anschluss aufgeklärt:

„Bestimmte Supercharger-Standorte sind möglicherweise nicht für alle Fahrzeuge geeignet. Bitte behindern Sie andere Autos nicht, indem Sie über den Linien parken, wenn das Kabel Ihr Auto nicht bequem erreichen kann. Dieses Pilotprojekt ist nur für CCS-fähige Fahrzeuge zugänglich. Wenn eine Ladesäule zwei Kabel hat, können Nicht-Tesla-Fahrzeuge nur mit dem CCS-Stecker geladen werden. Wenn der Stecker nicht zu Ihrem Fahrzeug passt, melden Sie dies bitte dem Tesla-Kundendienst.“

Die Öffnung der Supercharger ist ein signifikanter Schritt im globalen Umschwung auf Elektromobilität. Die Infrastruktur des E-Auto-Pioniers stellt das größte Schnellladenetz der Welt dar und macht das Fahren eines Elektroautos für zahlreiche Menschen attraktiv, die bislang noch Bedenken ob der Lademöglichkeiten hatten.

Quelle Beitragsbild: Mit freundlicher Genehmigung von Tesla, Inc.

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