Tesla Giga Press soll auch in Grünheide zum Einsatz kommen – 8 riesige Gussroboter geplant

von | 17. September 2021 | Gigafactory Grünheide | 0 Kommentare

Tesla hat nicht nur bei der Vermarktung, sondern auch bei der Produktion seiner Elektroautos untypische Wege. Eine dieser ungewöhnlichen Methoden will der Autohersteller nun offenbar auch in der Gigafactory Grünheide einsetzen.

Einsatz von Teslas Giga Press in Grünheide

Tesla-Fahrzeuge werden in der Regel mithilfe der sogenannten „Giga Press“ hergestellt. Hiermit könnten große Karosserieteile in einem Stück gegossen werden. Normalerweise setzen Hersteller darauf, Autos aus vielen verschiedenen Einzelteilen zusammenzubauen.

Wie der rbb berichtet, sollen nun Giga-Pressen – gigantische Aluminium-Gießroboter mit der Größe eines Kleinhauses – aus Italien nach Brandenburg geliefert werden.

Katja Lerner vom Automobilverband ADAC kommentiert die Herangehensweise:

„Die sogenannten Giga-Pressen ermöglichen eine völlig neue Art der Herstellung. Wo bislang eine Vielzahl an Bauteilen mithilfe von Fügeverfahren wie Schweißen, Kleben, Schrauben und Nieten zur finalen Karosserie führten, sollen mithilfe der sogenannten Gigapressen zwei beziehungsweise am Ende nur ein Bauteil entstehen.“

Acht Giga-Pressen für Gigafactory Grünheide

Die Giga-Pressen wurden vom italienischen Druckguss-Hersteller Ida entwickelt. Seit Beginn dieses Jahres sind zwei Giga-Pressen in der Heimatfabrik in Fremont untergebracht. Drei andere Pressen befinden sich in der Gigafactory Shanghai in China. Dort werden mithilfe der Pressen hintere Rahmenteile des Model Y in einem Stück produziert (beim Model 3 besteht dieses noch aus 70 Einzelteilen).

Für die Gigafactory Grünheide plant Tesla sogar noch mehr Giga-Pressen. Dem Unternehmensplan ist zu entnehmen, dass ganze acht Pressen verwendetet werden sollen, um Heck und vorderen Unterboden zu fertigen. Der rbb erfuhr dies aus Tesla-Kreisen.

Vorteile der Giga Press

Stefan Bratzel vom Automobil-Forschungsinstitut kommentierte den Plan von Tesla in Grünheide:

„Das ist eine große Innovation, die die Produktionskosten dieser Teile um 40 Prozent senkt. Diese Technik soll später auch in anderen Tesla-Fabriken angewendet werden, aber zunächst soll sie in Brandenburg zum Einsatz kommen.“

Dabei bringt die Nutzung wichtige Vorteile mit sich. Anstatt eine Vielzahl kleinerer Roboter zu nutzen, werde wenige größere Maschinen benötigt. So können eine schnellere Produktion gewährleistet und Kosten gespart werden.

Quelle Beitragsbild: Gabeincal via Wikimedia Commons

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