Die erhoffte EU-Abstimmung über Tesla-FSD am 6. Oktober bleibt offenbar aus. Damit rückt eine europaweite Freigabe frühestens im Dezember in Reichweite.

Tesla-FSD muss weiter warten
Für Tesla und viele europäische Kunden zeichnet sich eine weitere Verzögerung ab: Der Tagesordnungsentwurf für die Sitzung des Technischen Ausschusses für Kraftfahrzeuge (TCMV) am 6. Oktober sieht keine Abstimmung über FSD Supervised vor:
The European Union has delayed a vote on Tesla’s FSD (Supervised) to December at the earliest (from October 6th), according to an agenda published on the EU’s website.
— Sawyer Merritt (@SawyerMerritt) September 25, 2026
Agenda for the October meeting: pic.twitter.com/DeR6fioYHH
Stattdessen sollen die Vertreter der Mitgliedstaaten den Antrag der Niederlande lediglich weiter beraten. Dafür sind 25 Minuten eingeplant.
Tesla hatte den Termin zuvor als mögliche Gelegenheit für eine EU-weite Entscheidung genannt. Nach dem aktuellen Sitzungsplan kommt der Ausschuss anschließend erst wieder im Dezember zusammen. Dieser Termin wäre damit die nächste reguläre Möglichkeit für eine Abstimmung, eine Zusage für eine Entscheidung oder Freigabe gibt es jedoch nicht.
Bereits zweimal hatte sich das Gremium mit dem Antrag beschäftigt, ohne darüber abzustimmen. Elon Musk reagierte auf die jüngste Nachricht mit einem knappen „Sigh“, auf Deutsch etwa „Seufz“:
Sigh
— Elon Musk (@elonmusk) September 25, 2026
Für Kunden in bislang nicht freigegebenen Märkten verlängert sich damit die Ungewissheit über den Start des Assistenzsystems.
Sieben EU-Länder nutzen schon FSD
Ausgangspunkt des Verfahrens ist die niederländische Genehmigung vom 10. April. Inzwischen haben auch Litauen, Estland, Dänemark, Belgien, Slowenien und Tschechien FSD Supervised zugelassen. Die verzögerte Zulassung auf EU-Ebene könnte jetzt weitere Nationen dazu motivieren, diesen Weg zu gehen statt weiter zu warten.
Für eine EU-weite Zustimmung braucht es eine qualifizierte Mehrheit von mindestens 15 der 27 Mitgliedstaaten, die zusammen mindestens 65 Prozent der EU-Bevölkerung vertreten.
Der US-Autobauer wirbt unter anderem mit europäischen Flottendaten für die Sicherheit des Systems. Demnach hat das System etwa in Belgien für eine 9,6 Mal geringere Unfallrate abseits von Autobahnen gesorgt.
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Quelle Beitragsbild: Mit freundlicher Genehmigung von Tesla, Inc.
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