Neue Sicherheitsdaten aus Belgien liefern Tesla starke Argumente für FSD Supervised. Abseits der Autobahn lag die Unfallrate laut den vorgelegten Betriebszahlen rund 9,6 Mal niedriger als bei manuell gefahrenen Teslas.

Tesla-FSD senkt Unfallquote in Belgien
Belgien hatte öffentliche Testfahrten mit FSD Supervised Mitte Mai genehmigt. Tesla absolvierte anschließend innerhalb weniger Wochen die geforderten 5.000 Testkilometer. Am 10. Juni erteilte die flämische Mobilitätsministerin Annick De Ridder schließlich die Freigabe für den Einsatz auf belgischen Straßen.
De Ridder hat dem flämischen Parlament nun erstmals umfangreiche Betriebsdaten zu Teslas FSD Supervised vorgelegt. Zwischen dem 11. Juni und dem 31. August legten Fahrzeuge mit aktiviertem System in Belgien demnach insgesamt 24,6 Millionen Kilometer zurück.
Besonders deutlich fällt der Sicherheitsvorteil der Software abseits der Autobahnen aus. Mit FSD Supervised registrierte der US-Autobauer dort einen Unfall auf 9,5 Millionen Kilometern.
Manuell gesteuerte Fahrzeuge kamen im Vergleichszeitraum auf 150 Unfälle bei insgesamt 146,9 Millionen gefahrenen Kilometern. Daraus ergibt sich laut den vorgelegten Zahlen ein rund 9,6-mal geringeres Unfallrisiko mit aktivem FSD.
Auf Autobahnen zeigte sich ebenfalls ein Sicherheitsvorteil, der mit rund 30 Prozent jedoch kleiner ausfiel. Der Pionier für autonomes Fahren verzeichnete mit dem System vier Vorfälle auf 15,1 Millionen Kilometern. Bei manuellen Fahrten wurden 32 Vorfälle auf 95,1 Millionen Kilometern registriert.
Auch weitere Messwerte sprechen laut Tesla für ein ruhigeres Fahrverhalten. Mit aktiviertem FSD Supervised löste die automatische Notbremsfunktion 93 Prozent seltener aus. Abrupte Bremsungen und starke Ausweichmanöver traten abhängig von der jeweiligen Kategorie zwischen 82 und 90 Prozent seltener auf.
Seit der Freigabe registrierten die Behörden einen meldepflichtigen Unfall und vier kleinere Vorfälle ohne Verletzte. Beim meldepflichtigen Unfall hatte der Fahrer das FSD-System nach dem Verlassen eines Kreisverkehrs bereits deaktiviert. Auch bei den vier kleineren Zwischenfällen konnten die Behörden nach eigenen Angaben keinen Zusammenhang mit dem System feststellen.
De Ridder sieht in den Ergebnissen ein Argument dafür, die Region weiterhin für neue Assistenzsysteme zu öffnen. Neue Technologien müssten kritisch begleitet werden. Zeigten die Daten jedoch einen möglichen Sicherheitsgewinn, sollte dieses Potenzial nach Ansicht der Ministerin auch genutzt werden.
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Quelle Beitragsbild: Mit freundlicher Genehmigung von Tesla, Inc.
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