Tesla fahren im Winter: so kann man Akku sparen und Reichweite optimieren

von | 11. November 2021 | Rund um Tesla

Tesla fahren im Winter: so kann man Akku sparen und Reichweite optimieren

Es ist kein Geheimnis, dass Elektrofahrzeuge in der kalten Jahreszeit teils erheblich an Reichweite einbüßen. Vor allem vor dem Hintergrund, dass die Reichweite trotz großer Fortschritte bei Akku- und Ladetechnologie immer noch eine zentrale Rolle spielt, sorgt diese Tatsache immer wieder für negative Schlagzeilen. Selbst E-Auto-Pionier Tesla ist davor nicht gefeit, sondern es ist ein generelles Problem des elektrischen Antriebs.

Die Gründe für die Einbußen bei der Reichweite sind indes vielfältig – und manche davon kann man gar nicht vermeiden. Dennoch muss man als Tesla-Fahrer nicht gleich den Kopf in den Sand (bzw. den Schnee) stecken: Es gibt immer noch viele Tipps und Tricks, um energiesparend zu fahren und so die Reichweite zu maximieren.

In diesem Beitrag stellen wir hilfreiche Methoden vor, um im Winter Strom zu sparen und mit maximaler Reichweite zu fahren.

Warum ist der Verbrauch eines Tesla im Winter so viel höher?

Bevor wir uns mit den besten Methoden befassen, mit denen man Akku sparen kann, wollen wir uns mit den Gründen für einen erhöhten Verbrauch von E-Autos im Winter beschäftigen.

  1. Kalte Batterie  

Niedrige Außentemperaturen führen auch zu einer niedrigen Batterietemperatur – das ist klar. Das Problem ist, dass eine kalte Batterie nicht über ihre volle Kapazität verfügt und weder sehr effizient noch sehr leistungsstark arbeiten kann. Deswegen muss der Akku konstant beheizt werden. Dazu wird aber relativ viel Energie benötigt, die dann nicht mehr für das Fahren selbst zur Verfügung steht.

  1. Innenraumheizung 

Wer aus kaltem Schneetreiben in sein Auto steigt, der möchte sich aufwärmen und macht die Heizung an – eigentlich kein ungewöhnlicher Vorgang. Bei einem gewöhnlichen Verbrenner ist das tatsächlich auch nicht weiter schlimm, denn hier wird einfach die Abwärme aus dem Motor zum Heizen genutzt. Ein Tesla hingegen hat keinen Abwärme produzierenden Motor und muss daher den Innenraum unter Verwendung von jeder Menge elektrischer Energie heizen – und die kommt natürlich aus der Batterie.

  1. Erhöhter Fahrtwiderstand 

Auch reine Physik ist natürlich am höheren Verbrauch beteiligt. Kältere und damit dichtere Luft führt zu einem erhöhten Luftwiderstand, Matsch und Schnee auf der Straße vergrößern den Rollwiderstand und erschweren damit das Vorankommen. Natürlich gelten diese Tatsachen nicht ausschließlich für Elektrofahrzeuge, bei Verbrennern spielt aber wie gesagt die Reichweite keine derart große Rolle. 

So kann man die Reichweite eines Tesla im Winter steigern

Um die Reichweite zu steigern, gilt es, das Ausmaß der oben genannten Punkte zu minimieren. Auf den Fahrtwiderstand hat man keinen Einfluss; man könnte höchstens eine weniger verschneite Straße wählen, doch selten hat man auf seiner Route ein so großes Gestaltungspotenzial.

Wichtig sind also vor allem die ersten beiden Punkte. Hier kann man zum einen durch eigenes Verhalten optimieren, zum anderen gibt es aber auch Lösungen von Tesla, um das Problem anzugehen.

  1. Tesla dauerhaft laden 

Tesla empfiehlt, das Fahrzeug beim Abstellen stets an ein Ladekabel anzuschließen. So ist die Batterie nicht nur immer voll, sondern kann auch mit kleinen Mengen Strom aus der Ladesäule dauerhaft gewärmt werden. Das „auf Temperatur bringen” des Akkus, das wesentlich energieintensiver ist als das reine Halten der Temperatur, geht damit nicht mehr zulasten der Reichweite. Und: Beim Losfahren ist das Auto dann sofort einsatzbereit, – genau wie im Sommer.

  1. Planung 

Wer morgens schon weiß, dass er am Mittag gerne losfahren möchte, kann dies seinem Tesla über das App-Feature „Geplante Abfahrtszeit“ mitteilen. Dadurch wird die Batterie zur passenden Zeit perfekt aufgeheizt, idealerweise wieder mit Energie aus der Ladestation.  

Auch wer spontaner losfährt, kann über das Feature „Vorheizen” zumindest einige Minuten vor Abfahrt mit dem Aufwärmen beginnen. Und das gilt praktischerweise nicht nur für den Akku, sondern auch für den Innenraum. 

Übrigens leidet nicht nur die Reichweite, sondern auch die Ladeleistung unter einer kalten Batterie – Planung lohnt sich also auch hier. Stellt man im Winter einen Supercharger als Ziel im Navigationssystem ein (auch, wenn man den Weg zur Ladesäule kennt und gar keine Navigation benötigt), so wird der Akku so vorgewärmt, dass er bei Ankunft an der Station die ideale Temperatur hat. Auf diese Weise wird die Ladezeit minimiert und man kann schneller weiterfahren. 

Es lohnt sich außerdem, eine Ladestation in der Nähe des Ziels und nicht kurz nach Abfahrt anzusteuern. Auf diese Weise kann die – wenn auch geringe – beim Fahren im Antriebsstrang entstehende Wärme zusätzlich zum Heizen der Batterie verwendet werden. 

  1. Sparsam fahren 

Klar, wer einen Tesla kauft, tut dies unter anderem auch wegen der hervorragenden Leistungs- und Fahrspaßwerte. Dennoch kann es sich lohnen, auch mal den Fuß vom Gas zu nehmen und vielleicht nur im „Lässig”-Modus zu fahren. Dadurch ist man nämlich nicht nur sicherer auf glatten Straßen unterwegs, sondern benötigt auch noch weniger Energie. 

  1. Auf Kurzstrecken die Klimaanlage ausschalten 

Die Luft im Fahrzeuginneren zu erwärmen ist, wie bereits gesagt, sehr energieintensiv. Deshalb lohnt es sich, auf kurzen Strecken in den sauren Apfel zu beißen und darauf zu verzichten. Wer das nicht möchte, kann einen Kompromiss eingehen und sich über die Sitzheizung aufwärmen. Die braucht zwar auch Strom, aber wesentlich weniger, da sie nur auf ein vergleichsweise kleines Volumen wirkt.

Fazit 

Teslas und andere Elektrofahrzeuge mögen es im Winter etwas schwerer haben als ihre Verbenner-Pendants: Mit ein wenig Kreativität seitens der Hersteller und Disziplin bei den Verbrauchern kann aber auch in der kalten Jahreszeit problemlos ein zuverlässiges Fahrerlebnis sichergestellt werden.

Die Tipps aus diesem Beitrag helfen, auch im Winter sicher und mit einem Großteil der möglichen Reichweite unterwegs zu sein, ehe das Frühjahr kommt und der bekannte Fahrspaß wieder Einzug hält.

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