Tesla-Fabrik Grünheide: digitale Debatte mit Kritikern steht bevor

von | 27. August 2021 | Gigafactory Grünheide | 0 Kommentare

Die Geschichte der Tesla-Gigafactory in Grünheide bekommt ein neues Kapitel: Nachdem fast 400 Einwände bei der öffentlichen Auslegung des Antrags eingereicht wurden, steht nun eine Debatte bevor.

Tesla muss sich Kritikern stellen – Debatte diesmal digital

Wie das Landesumweltamt am Donnerstag laut rbb bestätigte, wird es einen weiteren Termin zur Erörterung der Kritikpunkte geben. Statt einer örtlichen Debatte zwischen Tesla-Vertretern und Kritikern soll der Austausch dieses Mal allerdings digital per Mail stattfinden.

Das Umweltministerium begründet dies mit der hohen Anzahl an Einwendungen und derzeitigen Corona-Regeln.

Der genaue Ablauf ist noch nicht bekannt. Sicher ist, dass in der sogenannten „Online-Konsultation“ Kritiker und Behörden sowie Tesla die Möglichkeit bekommen sollen, die Einwände zu diskutieren.

Frauke Zeit, Pressesprecherin des Umweltministeriums, äußerte sich diesbezüglich wie folgt:

„Personen, die Einwendungen erhoben haben, müssen Zugang zu einem Erörterungstermin erhalten, um sich aktiv beteiligen zu können.“

Laut rbb-Bericht sollen die Streitpunkte via Mail geklärt werden. Virtuelle Konversationen dagegen seien nicht in Planung.

Ein genaues Datum steht noch aus. Ursprünglich sollte die Erörterung am 13. September stattfinden, laut Pressesprecherin Zeit kann es nun möglicherweise auch schon früher beginnen. Die Debatte wird sich voraussichtlich über mehrere Wochen erstrecken.

Ferner sollen ebenso Einwendungen aus der ersten und zweiten Beteiligung der Öffentlichkeit abermals Gegenstand von Diskussionen werden.

Tesla musste die Baupläne aufgrund mehrmaliger Änderungen dreimal auslegen. Dementsprechend hatten Anwohner und Organisationen dreimal die Möglichkeit, Einwendungen vorzubringen.

809 Personen und Verbände haben von diesem Recht Gebrauch gemacht. Alleine im letzten Durchlauf gab es 395 Einwendungen.

Digital-Debatte über Giga Berlin laut Verbänden „undemokratisch“

Vor allem bei Kritikern der Gigafactory Grünheide stößt das neue Konzept des Erörterungstermins auf Unverständnis. Christiane Schröder vom Umweltverband Nabu etwa meint, dies würde viele Menschen abschrecken:

„Selbst bei einem normalen Erörterungstermin tauchen ja nicht alle Menschen auf, die eine Einwendung abgegeben haben, aber man hat natürlich einen ganz anderen Mehrwert, wenn man tatsächlich mal Menschen sieht, die hinter dem Projekt von Tesla stehen.“

Steffen Schorcht von der Bürgerinitiative Grünheide geht sogar so weit, das Prozedere „undemokratisch“ zu nennen. Demnach würde es zu keiner echten Diskussion kommen, bei der die Menschen mitgenommen werden:

„Dadurch haben betroffene Bürger nicht die Möglichkeit, ihre Ängste direkt vorzubringen und womöglich auch aus dem Weg räumen zu lassen.“

Weiterhin würde dadurch das Risiko eingegangen werden, ältere Mitbürger auszuschließen, da diese womöglich nicht ausreichend mit der Technik vertraut sind.

Was ist deine Meinung zur Debatte um Teslas Fabrik in Grünheide? Hinterlasse uns deine Ansicht jetzt in einem Kommentar.

Quelle Beitragsbild: Olaf Arndt via Flickr

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