Tesla muss Entschädigung zahlen: Betroffene Model-S-Fahrer erhalten bis zu 14.000 US-Dollar

von | 01. Dezember 2021 | Rund um Tesla

Tesla muss Entschädigung zahlen: Betroffene Model-S-Fahrer erhalten bis zu 14.000 US-Dollar

Tesla wurde wiederholt für schuldig befunden, sowohl die Geschwindigkeit des Superchargings als auch die Reichweite bei frühen Model-S-Fahrzeugen gedrosselt zu haben.

Das Unternehmen wird in einem erneuten Verfahren zur Zahlung von rund 14.000 US-Dollar an die betroffenen Besitzer aufgefordert. Tesla plant aber wohl, Berufung gegen das Urteil einzulegen.

Nach Tesla-Update geringere Reichweite und langsameres Laden

Bereits 2019 wurden mehrere Berichte von Tesla-Besitzern publik, die nach einem Software-Update einen deutlichen Rückgang der Reichweite von 19 bis 48 Kilometern feststellten.

Zu diesem Zeitpunkt schienen nur Model-S-Fahrzeuge mit 85-kWh-Batteriepacks betroffen zu sein, die seit 2016 nicht mehr produziert werden.

Bei den meisten Besitzern trat der Reichweitenrückgang nach der Aktualisierung auf die Software-Updates 2019.16.1 und .2 auf.

Zusätzlich zum Reichweitenverlust wurde auch die Schnellladerate an Supercharger-Stationen reduziert. Betroffene Besitzer erlebten deutlich langsamere Ladevorgänge.

Tesla reagierte auf die Beschwerden mit der Erklärung, dass das Ziel des Updates darin besteht, die Batterie zu schützen und die Langlebigkeit der Batterie zu verbessern. Es führte demnach nur bei einem kleinen Prozentsatz der Besitzer zu einem Reichweitenverlust.

Dies sorgte für viel Verwirrung unter den vom Update betroffenen Besitzern, die mehr Details über die plötzliche Notwendigkeit des „Schutzes“ des Akkus wissen wollten.

Tesla veröffentlichte schließlich ein neues Update, das die Reichweite für die meisten Besitzer wiederherstellte. Die Geschwindigkeit beim Aufladen war bei vielen jedoch immer noch geringer.

Das Problem führte zu einer Reihe von Gerichtsverfahren in verschiedenen Märkten. Das Resultat war, dass das Unternehmen von Elon Musk die betroffenen Besitzer entschädigen musste.

So wurde der US-Autobauer in Norwegen von einem lokalen Gericht für schuldig befunden, die Ladegeschwindigkeit in diesem speziellen Fall gedrosselt zu haben. Der Autohersteller wurde damals aufgefordert, jedem betroffenen Besitzer umgerechnet 16.000 US-Dollar zu zahlen.

Das Gericht befand Tesla allerdings für schuldig, ohne eine offizielle Stellungnahme vom Autohersteller anzuhören. Dieser wiederum behauptete daraufhin, keine Kenntnis von dem Fall gehabt zu haben, woraufhin erneut Verhandlungen anstanden.

Tesla zu Entschädigung verurteilt

Nun hat Tesla trotz Verteidigung in etwa das gleiche Urteil bekommen, berichtet Electrek. Der einzige Unterschied besteht darin, dass nun 130.000 Kronen statt 136.000 Kronen an jeden Besitzer gezahlt werden müssen.

Der E-Auto-Pionier hat bereits angekündigt, gegen das Urteil Berufung beim Bezirksgericht einzulegen.

Christian Hagen, der Anwalt der Kläger, sagte, dass sie mit dem Urteil zufrieden seien, sich aber wegen der bevorstehenden Berufung nicht weiter äußern würden (aus dem Englischen übersetzt):

„Meine Mandanten sind zufrieden, dass die Schlichtungsstelle davon ausgegangen ist, dass Tesla die Ladegeschwindigkeit reduziert hat und dass sie keinen Zugang zu dieser Änderung hatten. Unserer Einschätzung nach ist das Urteil richtig. Da Tesla jedoch signalisiert hat, dass sie den Fall vor das Landgericht bringen werden, ist es nicht sinnvoll, den Fall weiter zu kommentieren.“

Wie der Fall nach der Verhandlung in der nächsten Instanz ausgeht, ist noch nicht abzusehen.

Deine deutsche Seite für Tesla-News

Du möchtest noch mehr News zum aufregenden Elektroauto-Unternehmen aus Amerika?

Hier liest du täglich die brisantesten Neuigkeiten zur innovativen E-Auto-Firma von Elon Musk.

Dies ist unsere Auswahl interessanter Beiträge für dich:

TÜV mit Elektroautos – Das wird beim Model 3 gemacht

Cybertruck: Neue Features und 1.000 Kilometer Reichweite?

Empfohlen

Neue Beiträge

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.