Tesla AI Day: Supercomputer Dojo mit neuer Chip-Technologie und irrer Leistung

von | 20. August 2021 | Tesla-Innovationen | 0 Kommentare

Auf dem heute abgehaltenen AI Day hat Tesla seinen Dojo Supercomputer vorgestellt. Gleichzeitig wurde auch eine neue Chiptechnologie vorgestellt, die vom Autohersteller selbst entwickelt wurde.

Tesla AI Day: Dojo Supercomputer

Der Autohersteller behauptete auf dem Event, die schnellste KI-Trainingsmaschine der Welt entwickelt zu haben.

Seit Jahren kündigt Tesla die Entwicklung eines neuen Supercomputers an, der für das Videotraining mit neuronalen Netzen optimiert ist.

Der Autohersteller verarbeitet eine gigantische Menge an Videodaten aus seiner Flotte von über 1 Million Fahrzeugen. Diese Daten werden zum Trainieren neuronaler Netze verwendet.

Der Automobilhersteller war mit den derzeitigen Hardware-Optionen für das Training seiner neuronalen Netze unzufrieden und überzeugt, es intern besser machen zu können.

In den letzten zwei Jahren hat CEO Elon Musk die Entwicklung eines Tesla-eigenen Supercomputers namens „Dojo“ angedeutet.

Letztes Jahr kündigte er sogar an, dass Dojo eine Kapazität von über einem Exaflop haben würde, was einer Quintillion (1018) Gleitkommaoperationen pro Sekunde bzw. 1.000 petaFLOPS entspricht.

Damit könnte Dojo der neue leistungsstärkste Supercomputer der Welt werden.

Supercomputer Dojo: neue Chip-Technologie und bahnbrechende Bandbreite

Heute stellte das Unternehmen Dojo auf dem Tesla AI Day vor. Ganesh Venkataramanan, Teslas Senior Director of Autopilot Hardware und Leiter des Dojo-Projekts, leitete die Präsentation.

Der Ingenieur stellte zunächst den D1-Chip von Dojo vor, der in 7-Nanometer-Technologie gefertigt wird und bahnbrechende Bandbreiten- und Rechenleistungen bietet:

Tesla stellt auf dem AI Day den Supercomputer Dojo und D1 Chip vor
Daten von Teslas neuem D1 Chip für Supercomputer Dojo

Dies ist der zweite Chip, den das Tesla-Team intern entwickelt hat. Zuvor hat der US-Autobauer den FSD-Chip entwickelt, der in der FSD-Computerhardware in Tesla-Fahrzeugen zu finden ist.

Der Ingenieur erklärte die Technik des neuen D1-Chips (aus dem Englischen übersetzt):

„Dieser Chip wurde vollständig vom Tesla-Team intern entwickelt. Von der Architektur bis hin zum Gehäuse. Dieser Chip ist wie eine Rechenleistung auf GPU-Ebene mit einer Flexibilität auf CPU-Ebene und einer doppelt so hohen IO-Bandbreite wie ein Netzwerkchip.“

Der Elektroauto-Betrieb behauptet, auch bei der Chip-Bandbreite einen bedeutenden Durchbruch erzielt zu haben:

Bandbreite des Tesla D1 Chips
Bandbreite des D1 Chips

Der Chip wurde so konzipiert, dass er nahtlos und ohne Klebstoff miteinander verbunden werden kann. Der Automobilhersteller hat sich dies zunutze gemacht, indem 500.000 einzelne Knoten miteinander verbunden wurden.

Zusammen mit der Schnittstelle, der Stromversorgung und dem Wärmemanagement ergibt dies eine so genannte Trainingskachel:

Teslas Trainingskachel mit allen Bestandteilen
Teslas Trainingskachel mit allen Bestandteilen

Das Ergebnis ist eine Trainingskachel mit 9 PFlops und 36 TB pro Sekunde Bandbreite in einem Volumen von weniger als einem Kubikfuß (0,028 Kubikmeter).

Der Ingenieur kommentierte das Stück Rechentechnik (aus dem Englischen übersetzt):

„Es ist beispiellos. Das ist ein erstaunliches Stück Technik.“

Dojo Computer soll Autopilot trainieren – ab 2022?

Das war es dann mit der Präsentation der Dojo-Hardware. Der Autohersteller verriet zudem, erst kürzlich ein neuronales Netzwerk auf einer der Kacheln laufen gelassen zu haben. Venkataramanan schien sogar Andrej Karpathy, Teslas Leiter der KI-Abteilung, auf der Bühne mit der Info zu überraschen, dass auf der Dojo-Trainingskachel eines seiner neuronalen Netzwerke lief.

Nun muss der US-Autobauer aber noch einen Compute-Cluster mit diesen Trainingskacheln bilden, um den ersten Dojo-Supercomputer zu bauen. Tesla hat das gesamte System noch nicht zusammengebaut. CEO Elon Musk behauptete optimistisch, dass es nächstes Jahr betriebsbereit sein wird.

Es wäre der modernste KI-Trainingscomputer der Welt und gleichzeitig stromsparend und in einem für einen Supercomputer relativ kleinen Format.

Der E-Auto-Pionier plant, den neuen Supercomputer für das Training seiner eigenen neuronalen Netze zu nutzen, um den Autopiloten weiterzuentwickeln. In Zukunft soll er aber auch anderen KI-Entwicklern zur Verfügung gestellt werden.

Da dies Teslas erster Versuch war, einen Supercomputer selbst zu entwickeln, glaubt das Unternehmen auch, dass es noch viel Raum für Verbesserungen gibt. Für die nächste Version von Dojo geht Tesla von einer 10-fachen Verbesserung in eigen Bereichen aus.

Bildquellen: Tesla AI Day

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