Tesla-Revolution im Karosseriebau: Model Y aus zwei Einzelteilen

von | 06. Oktober 2021 | Tesla-Innovationen, Rund um Tesla

Tesla-Revolution im Karosseriebau: Model Y aus zwei Einzelteilen

Als erster Automobilhersteller hat Tesla damit begonnen, die Karosserie des Model Y aus zwei großen Einzelteilen für die Vorder- und Rückseite zu fertigen, statt auf Hunderte Einzelteile zu setzen. Das neue Verfahren bringt immense Vorteile für die Produktion mit und spart Unmengen an Ressourcen.

Tesla revolutioniert Karosseriebau

Der Autohersteller bereitet sich darauf vor, die Produktion des Model Y in zwei neuen Fabriken, der Gigafactory Berlin und der Gigafactory Texas, aufzunehmen.

CEO Elon Musk hat das neue Model Y, das in diesen Fabriken gebaut werden soll, als „eine Revolution im Karosseriebau“ angepriesen.

Er bezog sich dabei auf die Verwendung großer Gussteile, aus denen Heck und Front des Elektro-SUVs gefertigt werden sollen.

In den letzten Jahren hat der Autohersteller stark in die Guss- und Legierungstechnologie investiert, um größere Gussteile zu ermöglichen, die den gesamten Herstellungsprozess erheblich vereinfachen.

Das Unternehmen hat mit den Gigapressen mehrere Einheiten der größten Gießmaschinen der Welt.

Tesla kann damit das Model Y mit einem einzigen hinteren Karosserieteil herstellen, das 70 verschiedene Teile des Fahrzeugs ersetzt.

Auf einem Bild, das in der zweiten Quartalsbesprechung 2021 veröffentlicht wurde, ist eine derartige Produktionslinie für die Model-Y-Karosserie zu sehen:

Tesla Model Y: Karosserieproduktion
Foto: Electrek

Wie Electrek berichtet, konnte ein ehemaliger Tesla-Mitarbeiter, der sich mit der Model Y-Karosserie auskennt, anhand des Bildes bestätigen, dass diese Karosserien sowohl vorne als auch hinten aus einem Stück gegossen sind.

Dies ist ein Novum in der Automobilherstellung, das bei Erfolg eine Revolution auslösen und die gesamte Autobranche verändern könnte.

Vorteile von Teslas Herstellungsmethode

Werden große Teile in einem Stück gegossen, kann unheimlich viel Platz in der Fabrik gespart werden, Hunderte von Schweißrobotern und Stanzmaschinen entfallen. Weiterhin werden die Autos leichter und haben folglich eine größere Reichweite.

Auch der Herstellungsprozess im Allgemeinen wird vereinfacht: Stanz- und Schweißarbeiten fallen weg, Werkzeug- und Wartungskosten für Schweißen und Stanzen entfallen ebenfalls und die Lieferkette kann besser kontrolliert werden.

Tesla wollte noch einen Schritt weiter gehen und die beiden Teile mit einem strukturellen Batteriepaket verbinden, das von den neuen 4680er-Batteriezellen angetrieben wird, die letztes Jahr auf dem Battery Day vorgestellt wurden.

Der Autohersteller hat jedoch kürzlich angedeutet, dass die Integration der neuen Zellen und des strukturellen Batteriepakets möglicherweise nicht mit dem Start der Model-Y-Produktion in den neuen Fabriken eingeführt wird.

Das Unternehmen von Elon Musk geht davon aus, dass die Produktion in der Gigfafactory in Texas und Berlin bis Ende des Jahres anlaufen wird.

Quelle Beitragsbild: Mit freundlicher Genehmigung von Tesla, Inc.

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1 Kommentar

  1. Produktionstechnisch ein Geniestreich, aber wie sieht es mit der Reparaturfreundlichkeit aus? Ich erinnere mich an meine Metallfacharbeiterzeiten und daran, dass Aluminiumdruckguss reißt und bricht. Damit dürfte sich der Beulendoktor erledigt haben und es kommt bereits bei einer Delle zu einer sehr aufwändigen und teuren Reparatur, oder liege ich da falsch?

    Antworten

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  1. Innovation und kontinuierliche Verbesserung - Innovation-Ingenieur - […] assoziiert. Sie kann aber auch Prozesse betreffen. So möchte z.B. Tesla für das Model Y die Karosseriefertigung radikal umstellen.…

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