Tesla rollt derzeit ein Software-Update aus, das die Namen wichtiger Funktionen im Fahrzeug verändert. Hintergrund ist eine Anordnung einer kalifornischen Behörde, auf die der Autobauer nun mit angepassten Bezeichnungen reagiert.

Neue Namen für Tesla-Funktionen
Mit dem Software-Update 2026.2.9 passt Tesla die Namen mehrerer Funktionen im Fahrzeug an. Laut Versionshinweisen betrifft die Änderung ausschließlich die Bezeichnungen und Texte im System, nicht jedoch die tatsächliche Funktionsweise der Assistenzsysteme.
Zwei bekannte Begriffe verschwinden dabei aus der Benutzeroberfläche. Die Funktion „Navigate on Autopilot“ wird künftig als „Navigate on Autosteer“ bezeichnet. Gleichzeitig erhält auch die Hardware im Fahrzeug eine neue Bezeichnung: Der bisherige „FSD Computer“ heißt nun „AI Computer“.
Für Fahrer ändert sich im Alltag nichts an der Bedienung oder den Fähigkeiten der Systeme. Tesla betont ausdrücklich, dass die Funktionen weiterhin identisch arbeiten.
Reaktion auf Klage
Hintergrund der Änderung ist ein Rechtsstreit in Kalifornien. Die dortige Verkehrsbehörde DMV hatte den Autobauer aufgefordert, seine Terminologie für Fahrerassistenzsysteme anzupassen.
Andernfalls hätte dem Unternehmen eine 30-tägige Verkaufssperre im Bundesstaat drohen können. Nach Angaben der Behörde wurde das Verfahren inzwischen durch eine „Korrekturmaßnahme“ beendet, die genau diese Umbenennung bestimmter Funktionen umfasst.
Tesla erklärte auf der Plattform X, dass es sich dabei um eine Maßnahme zum Verbraucherschutz handele. Laut Unternehmen habe jedoch kein einziger Kunde eine Beschwerde über die bisherigen Bezeichnungen eingereicht:
This was a “consumer protection” order about the use of the term “Autopilot” in a case where not one single customer came forward to say there’s a problem.
— Tesla North America (@tesla_na) December 17, 2025
Sales in California will continue uninterrupted.
Streit um Autopilot-Begriff
Die Debatte über Teslas Terminologie begleitet das Unternehmen bereits seit Jahren. Kritiker argumentieren, dass Begriffe wie „Autopilot“ oder „Full Self-Driving“ missverständlich sein könnten und den Eindruck vollständiger Autonomie vermitteln.
Auch auf Bundesebene gab es entsprechende Kritik. Der frühere US-Verkehrsminister Pete Buttigieg hatte sich mehrfach skeptisch zu den Namen der Systeme geäußert.
Parallel zu den Änderungen hat Tesla selbst rechtliche Schritte eingeleitet und eine Klage gegen die kalifornische Behörde eingereicht.
Zeitlich fällt das Update mit einer strategischen Änderung zusammen. Der Elektro-Pionier hat Anfang des Jahres das eigenständige Autopilot-Paket eingestellt und bewirbt stattdessen verstärkt Full Self-Driving (Supervised).
Die Umbenennung einzelner Funktionen dürfte daher auch Teil einer breiteren Anpassung der Kommunikation rund um die Assistenzsysteme sein.
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Quelle Beitragsbild: Mit freundlicher Genehmigung von Tesla, Inc.





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