Die US-Regulierungsbehörde FCC hat grünes Licht für Teslas kabelloses Ladesystem für das Cybercab gegeben. Damit darf der Elektroautohersteller eine spezielle Ultra-Wideband-Funktechnologie im Außenbereich einsetzen. Konkret geht es um eine fest installierte Ladeplatte, die das autonome Zweisitzer-Fahrzeug künftig automatisch mit Strom versorgen soll.

Teslas kabelloses UWB-Laden
Im Zentrum steht eine Ultra-Wideband-Funklösung, die eine präzise Positionierung zwischen Fahrzeug und Ladepad ermöglicht. Im Cybercab befindet sich ein UWB-Sender, der mit einem zweiten Modul in der bodennahen Ladeeinheit kommuniziert.
Zunächst lokalisiert das Fahrzeug die Ladefläche per Bluetooth. Sobald sich das Auto korrekt über dem Pad positioniert, aktiviert sich das UWB-System für kurze Zeit, um die exakte Ausrichtung zu überprüfen. Erst wenn die optimale Position erreicht ist, startet der eigentliche Ladevorgang.
BREAKING: The FCC today officially granted @Tesla a waiver allowing it to use Ultra-Wideband (UWB) radio technology for its wireless EV charging system that will be used to wirelessly charge the Cybercab.
— Sawyer Merritt (@SawyerMerritt) February 19, 2026
Normally, this kind of radio must be handheld and can’t be installed… pic.twitter.com/pve5NSoqtc
Kurz aktiv, geringe Leistung
Nach Angaben des Herstellers arbeitet das Funksignal nur für wenige Sekunden beim Einparken und ausschließlich auf sehr kurze Distanz. Zudem wird ein Großteil der Strahlung durch die Fahrzeugkarosserie abgeschirmt, sobald der Cybercab über der Ladeplatte steht.
Genau diese Punkte waren entscheidend für die Entscheidung der Behörde. Die geringe Sendeleistung, die kurze Aktivierungsdauer und die begrenzte Reichweite sprechen laut FCC gegen mögliche Störungen anderer Systeme.
Supercharger bleibt Option
Trotz der Genehmigung scheint das kabellose Laden zunächst eine Ergänzung zu bleiben. Prototypen des Cybercab wurden in den vergangenen Monaten regelmäßig an klassischen Supercharger-Stationen gesichtet.
Das deutet darauf hin, dass das Fahrzeug problemlos im bestehenden Tesla-Ladenetz betrieben werden kann, während die drahtlose Lösung schrittweise eingeführt wird. Gerade in der Anfangsphase könnte das bestehende Netzwerk eine wichtige Rolle spielen.
Mit der FCC-Freigabe ist ein regulatorisches Hindernis aus dem Weg geräumt. Glauben Sie, dass kabelloses Laden zum Standard für Robotaxis wird, oder bleibt der klassische Ladevorgang überlegen?
Quelle Beitragsbild: Tesla
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