Eine neue iSeeCars-Studie bescheinigt Tesla-Fahrzeugen eine überraschend hohe Langlebigkeit. Demnach erreicht ein Tesla die Marke von 250.000 Meilen (ca. 400.000 km) deutlich wahrscheinlicher als viele etablierte Marken wie Subaru, Mazda oder Porsche.

Tesla mit Top-Ranking bei Langlebigkeit
Toyota und Lexus gelten seit Jahren als Maßstab, wenn es um langlebige Fahrzeuge geht. Eine neue Untersuchung des Automobil-Informationsportals iSeeCars bestätigt diesen Ruf nun erneut. Doch in der Studie, die auf Daten von mehr als 174 Millionen Fahrzeugen basiert, taucht auch ein Name weit oben auf, den manche dort nicht erwartet hätten: Tesla.
Laut der Auswertung haben Fahrzeuge von Toyota im Schnitt eine Chance von 17,8 Prozent, mindestens 250.000 Meilen, also rund 402.000 Kilometer, zu erreichen. Lexus folgt mit 12,8 Prozent. Dahinter liegen Honda und Acura. Diese vier Marken sind die einzigen Hersteller, die über dem Branchendurchschnitt von 4,8 Prozent liegen.
Tesla landet dennoch auf einem bemerkenswerten sechsten Platz. Der Elektro-Pionier erreicht laut iSeeCars eine Wahrscheinlichkeit von 4,6 Prozent, die Marke von 250.000 Meilen zu knacken. Damit liegt das Unternehmen von Elon Musk nur knapp unter dem allgemeinen Durchschnitt und gleichauf mit GMC.
Vor Subaru und Porsche
Besonders spannend ist der Vergleich mit Marken, die traditionell als hochwertig oder langlebig wahrgenommen werden. Tesla liegt in der Studie vor Mazda, Subaru, Volvo, Mercedes-Benz, BMW und Porsche. Gegenüber Subaru ist ein Tesla laut der Untersuchung sogar etwa doppelt so wahrscheinlich in der Lage, 250.000 Meilen zu erreichen.
Das Ergebnis dürfte vor allem deshalb überraschen, weil Elektroautos noch immer häufig mit Sorgen rund um Batteriealterung, Reichweitenverlust und teure Reparaturen verbunden werden. Genau diese Punkte prägen viele Diskussionen über gebrauchte Stromer.
Die Daten zeichnen jedoch ein anderes Bild: Tesla schafft es in der Gesamtwertung in die Nähe etablierter Langläufer und überholt zahlreiche klassische Autobauer. Für eine Marke, die erst seit vergleichsweise kurzer Zeit in großen Stückzahlen Fahrzeuge verkauft, ist das ein starkes Signal.
Weniger Verschleißteile
Ein möglicher Grund für das gute Abschneiden liegt in der Technik selbst. Elektroautos besitzen deutlich weniger bewegliche Teile als Verbrenner. Es gibt keinen klassischen Motor mit Ölkreislauf, keine Zündkerzen, keine Einspritzanlage, keine Abgasanlage und keinen Zahnriemen.
Viele typische Verschleißquellen fallen damit weg. Zwar bleiben Batterie, Fahrwerk, Bremsen, Elektronik und Software zentrale Faktoren für die Haltbarkeit. Doch moderne Elektrofahrzeuge könnten bei sehr hohen Laufleistungen einen Vorteil haben, weil weniger mechanische Komponenten dauerhaft belastet werden.
Gerade Tesla profitiert zudem von einer großen Flotte, regelmäßigen Software-Updates und vielen Fahrzeugen, die im Alltag hohe Laufleistungen sammeln. Die Studie zeigt damit nicht nur, wie langlebig klassische Marken sein können, sondern auch, dass Elektroautos beim Thema Haltbarkeit längst ernst genommen werden müssen.
Tesla bei Luxusmarken stark
Noch besser wirkt Teslas Ergebnis mit Blick auf die Luxuswertung. Dort liegt der Durchschnitt nur bei 3,2 Prozent. Lexus führt die Liste klar an, Acura folgt auf Platz zwei. Tesla gehört gemeinsam mit Cadillac und Lincoln zu den wenigen Premiummarken, die über dem Segmentdurchschnitt liegen.
iSeeCars weist allerdings darauf hin, dass Luxusfahrzeuge oft anders genutzt werden als Modelle aus dem Massenmarkt. Viele Besitzer fahren sie weniger intensiv, wodurch Zeit und Nutzungsmuster eine größere Rolle spielen können als reine technische Haltbarkeit.
Trotzdem bleibt das Ergebnis für den Elektro-Pionier aus Texas relevant. Die Marke wird von vielen Kunden im Premiumsegment eingeordnet und erreicht dort einen Wert, der klar über dem Durchschnitt liegt. Für Käufer eines gebrauchten Model 3, Model Y, Model S oder Model X dürfte die Langlebigkeit ein wichtiges Argument sein.
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Quelle Beitragsbild: Mit freundlicher Genehmigung von Tesla, Inc.
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