Die nahende Produktion des neuen Tesla Roadsters wird konkreter: Zwei hochrangige Manager haben nun bestätigt, dass der Supersportwagen in Texas gebaut werden soll.

Tesla Roadster entsteht in Texas
Tesla-Chefdesigner Franz von Holzhausen und Technikchef Lars Moravy haben im Podcast „Ride the Lightning“ ein wichtiges Detail zum kommenden Roadster bestätigt: Das Fahrzeug soll in Texas entstehen:
The new Tesla Roadster will officially be built in Texas, according to a new @DMC_Ryan interview with Lars and Franz:
— Sawyer Merritt (@SawyerMerritt) May 24, 2026
“We can say it’s going to be built in Texas. We’ve made first plans on that and you start to see a lot of things start to unfold in the next months.” https://t.co/33DZ5C47Fr pic.twitter.com/oPsyWbIK4T
Damit gibt es erstmals eine klare Aussage zum finalen Produktionsstandort des seit Jahren erwarteten Sportwagens. Zwar nannten die beiden Manager nicht ausdrücklich die Gigafactory Texas, doch die Richtung ist eindeutig. Der Autobauer habe erste Pläne gemacht, in den kommenden Monaten solle man sehen, wie sich immer mehr Dinge entfalten.
Für Fans des Roadsters ist das ein wichtiges Signal. Denn seit der Vorstellung des Fahrzeugs im Jahr 2017 wartet die Community auf den Moment, in dem aus dem spektakulären Prototyp ein echtes Serienfahrzeug wird.
Tesla verlagert Zukunft
Die Entscheidung passt zu Teslas Entwicklung der vergangenen Jahre. Während Elon Musk 2020 noch angedeutet hatte, dass der Roadster möglicherweise in der kalifornischen Fabrik in Fremont gemeinsam mit Model S und Model X entstehen könnte, hat sich der Schwerpunkt des Unternehmens inzwischen deutlich nach Texas verschoben.
Das Werk im Südstaat ist längst nicht mehr nur ein weiterer Produktionsstandort. Dort bündelt das Unternehmen immer mehr Zukunftsprojekte, vom Cybertruck bis hin zu weiteren hochspezialisierten Programmen wie dem vollautonomen Cybercab.
Auch die jüngsten Veränderungen in Fremont sprechen für diese Strategie. Die bisherigen Fertigungslinien für Model S und Model X wurden dort eingestellt, um Platz für die Pilotproduktion des Optimus-Roboters zu schaffen.
Dass der Roadster nun nach Texas wandert, wirkt daher wie der nächste logische Schritt. Tesla positioniert seinen neuen Supersportwagen offenbar dort, wo auch die modernsten und ambitioniertesten Entwicklungen des Unternehmens entstehen.
Teststrecke als Hinweis
Interessant ist in diesem Zusammenhang auch eine Beobachtung des bekannten Tesla-Beobachters Joe Tegtmeyer. Er hatte zuletzt auf dem Gelände der Gigafactory Texas den Bau einer Teststrecke dokumentiert:
Giga Texas’ Test Track construction is making more progress with the majority of the large “oval” track having had asphalt laid down and much of the inner track surfaces too. Still more work to complete the infield and the chicanes, btu they also have been doing some asphalt work… pic.twitter.com/cSDaHb02hq
— Joe Tegtmeyer 🚀 🤠🛸😎 (@JoeTegtmeyer) May 15, 2026
Ob diese direkt mit dem Roadster zusammenhängt, ist nicht bestätigt. Dennoch würde eine solche Infrastruktur gut zu einem Fahrzeug passen, das deutlich andere Anforderungen stellt als ein klassisches Serienmodell.
Der neue Roadster soll kein Volumenmodell werden, sondern ein technologisches Aushängeschild. Ein Fahrzeug, das zeigen soll, wie weit Tesla Effizienz, Performance, Aerodynamik und Software treiben kann. Eine eigene Testumgebung in Texas wäre dafür durchaus naheliegend.
Neue Leistungsziele
Der Roadster zählt seit seiner Vorstellung zu den ambitioniertesten Projekten in Teslas Produktpipeline. Bereits 2017 stellte Elon Musk eine Beschleunigung von 0 auf 60 Meilen (ca. 100 km/h) pro Stunde in 1,9 Sekunden in Aussicht.
Später legte Musk noch einmal nach. Mit einem optionalen, von SpaceX inspirierten Kaltgas-Schubdüsenpaket soll der Roadster diese Disziplin womöglich sogar in unter einer Sekunde schaffen. Gleichzeitig betonte Musk, dass genau diese Beschleunigung noch der „am wenigsten interessante“ Teil des Fahrzeugs sein werde.
Auch 2024 deutete Musk an, dass Tesla die Ziele für den neuen Roadster noch einmal deutlich angehoben habe. Hinzu kommen neue Markeneintragungen, die auf eine veränderte Silhouette und möglicherweise ein nochmals überarbeitetes Sitzdesign hindeuten.
Spielraum bleibt
Trotz der klaren Aussage zu Texas bleibt ein kleiner Interpretationsspielraum. Von Holzhausen und Moravy sprachen nicht ausdrücklich von „Giga Texas“, sondern lediglich von Texas.
Das muss nicht viel bedeuten. Der wahrscheinlichste Produktionsort bleibt die Gigafactory nahe der texanischen Hauptstadt Austin. Dennoch ist der Roadster ein Sonderfall. Das Fahrzeug wurde von Tesla immer wieder in die Nähe von SpaceX gerückt, insbesondere wegen des optionalen Schubdüsenpakets.
Denkbar wäre daher, dass Tesla bestimmte Komponenten, Sonderausstattungen oder Integrationsschritte anders organisiert als bei klassischen Serienfahrzeugen. Belege für eine Produktion außerhalb des Werks in Texas gibt es derzeit allerdings nicht.
Fest steht: Der neue Roadster ist wieder ein Stück konkreter geworden. Nach Jahren voller Verzögerungen, neuer Versprechen und wachsender Erwartungen deutet nun immer mehr darauf hin, dass Tesla das Projekt wieder sichtbar nach vorne gebracht hat.
Was erwarten Sie vom neuen Tesla Roadster? Schreiben Sie Ihre Meinung unten in die Kommentare.
Quelle Beitragsbild: Mit freundlicher Genehmigung von Tesla, Inc.
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