Tesla hat in Spanien mit FSD Supervised bereits 275.471 Testkilometer auf öffentlichen Straßen gesammelt. Laut der Verkehrsbehörde DGT wurde dabei kein einziger schwerer Vorfall gemeldet.

Großflächige FSD-Tests in Spanien
Die Zahlen stammen aus dem spanischen ES-AV-Programm, mit dem die Straßenverkehrsbehörde „Dirección General de Tráfico“ autonom fahrende und ferngesteuerte Fahrzeuge auf öffentlichen Straßen erfasst. In der öffentlich einsehbaren Übersicht führt die Behörde Tesla unter der Genehmigung FVA-03/2025.
Demnach darf der Elektro-Pionier seine FSD-Software in Spanien mit 30 Fahrzeugen testen. Eingestuft wird das System als automatisierter Pkw mit DCAS-Technologie auf SAE-Level 2. Das bedeutet: FSD Supervised übernimmt Lenkung, Beschleunigung und Bremsen, der Fahrer bleibt aber jederzeit verantwortlich und muss das System überwachen.
Damit handelt es sich nicht um einen fahrerlosen Robotaxi-Betrieb, sondern um ein fortgeschrittenes Fahrerassistenzsystem. Genau diese Abgrenzung ist für die Behörden entscheidend.
275.471 erfolgreiche Kilometer
Besonders auffällig ist der Umfang der spanischen Testfahrten. Die DGT listet für Tesla 275.471 Kilometer, gesammelt im letzten Bericht. Bei der Zahl schwerer gemeldeter Vorfälle steht ein Strich, also kein entsprechender Eintrag (via DGT):

Für Tesla ist das ein wichtiger Wert. Denn die Diskussion um FSD in Europa dreht sich nicht nur um technische Möglichkeiten, sondern vor allem um nachweisbare Sicherheit im realen Verkehr.
Die Genehmigung läuft laut DGT vom 27. November 2025 bis zum 26. November 2027. Als Einsatzgebiet nennt die Behörde ganz Spanien, ohne Begrenzung auf einzelne Städte, Regionen oder bestimmte Testkorridore.
Spanien als Testfeld
Spanien spielt damit eine besondere Rolle in Teslas europäischer FSD-Strategie. Während FSD Supervised in Ländern wie den Niederlanden und Belgien bereits für Kunden freigegeben wurde, bleibt Spanien bislang ein groß angelegtes Testfeld.
Bislang bleibt der FSD-Rollout in Europa ein Flickenteppich nationaler Freigaben. Die Länder, in denen FSD Supervised bereits genutzt werden darf, stützen sich auf die vorläufige europäische Typgenehmigung der niederländischen RDW; eine einheitliche EU-weite Erlaubnis muss regulatorisch noch folgen.
In der letzten Woche wurde Belgien nach den Niederlanden, Litauen, Estland und Dänemark das fünfte EU-Land mit entsprechender Freigabe wurde.
In Spanien geht es dagegen vor allem um Datensammlung unter realen Bedingungen. Die Breite der Genehmigung ist dabei bemerkenswert: Das US-Unternehmen darf landesweit auf nationalen Straßen testen und ist mit 30 Fahrzeugen deutlich größer aufgestellt als die meisten anderen Teilnehmer im DGT-Register.
Kurz vor Freigabe?
Das ES-AV-Programm der DGT ist auf Transparenz ausgelegt. Die Behörde veröffentlicht grundlegende Daten zu genehmigten Tests, darunter Kilometerstände und schwerwiegende Vorfälle. Tesla bewegt sich dabei in Phase 3, dem sogenannten Vorbereitungsstadium vor einer möglichen Inbetriebnahme. Diese Stufe erlaubt mehr als zehn Fahrzeuge und umfasst auch SAE-Level-2-Systeme zur Vorhomologation.
Trotzdem sollte man die Zahlen richtig einordnen. Die Daten sind noch früh, und die Kilometerangaben beziehen sich auf Tests, nicht auf eine allgemeine Kundenfreigabe in Spanien. Zudem bleibt FSD Supervised ein System, das aktive Überwachung durch den Fahrer verlangt.
Für Tesla sind die 275.471 Kilometer ohne gemeldeten schweren Vorfall dennoch ein starkes Argument gegenüber den Regulierungsbehörden. Gerade in Europa zählt neben der Leistungsfähigkeit der Software vor allem auch die transparent und nachvollziehbar belegte Sicherheit.
Wünschen Sie sich eine baldige Freigabe von FSD auf EU-Ebene? Schreiben Sie Ihre Meinung in die Kommentare.
Quelle Beitragsbild: Mit freundlicher Genehmigung von Tesla, Inc.
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