Tesla will FSD noch stärker mit Grok verzahnen und Fahrern künftig spontane Sprachanweisungen an das System während der Fahrt ermöglichen. Elon Musk erwartet die Funktion in etwa drei Monaten.
Nützlich wäre diese Funktion in Situationen, in denen Fahrer die FSD-Navigation spontan anpassen möchten, etwa bei Stau, kurzfristigen Routenänderungen oder bestimmten Parkpräferenzen.

Tesla plant FSD-Sprachsteuerung
FSD soll sich künftig stärker wie ein menschlicher Fahrer ansprechen lassen. Statt nur vorab ein Ziel einzugeben oder die Navigation manuell zu korrigieren, könnten Fahrer dem System während der Fahrt konkrete Anweisungen geben.
Auslöser war ein Beitrag auf X, in dem eine Tesla-Fahrerin genau diese Idee formulierte. Sie wünschte sich, mit dem KI-Assistenten Grok im Auto ähnlich sprechen zu können wie mit einem Uber-Fahrer. Etwa mit Anweisungen wie: hier abbiegen, an dieser Stelle aussteigen lassen oder erst am Eingang halten und anschließend weiter entfernt parken.
Elon Musk reagierte darauf mit einer knappen, aber vielsagenden Antwort: Diese Funktionalität werde „in etwa drei Monaten“ verfügbar sein.
Damit könnte der Pionier für autonomes Fahren schon im September einen neuen Schritt bei der Verbindung von Grok und FSD gehen:
This functionality will be there in about 3 months or so
— Elon Musk (@elonmusk) June 18, 2026
Grok als Beifahrer
Die Idee dahinter ist größer als eine einfache Sprachbedienung. Grok könnte künftig als intelligente Schnittstelle zwischen Fahrer, Fahrzeug und FSD agieren. Der Fahrer müsste nicht mehr über Menüs, Navigationsvorschläge oder manuelle Eingriffe arbeiten, sondern könnte seine Wünsche direkt formulieren.
Das wäre vor allem bei spontanen Entscheidungen hilfreich. Wer wegen Stau früher aussteigen möchte, könnte dem Fahrzeug sagen, dass es sofort halten soll. Wer eine bestimmte Straße bevorzugt, könnte FSD dorthin lenken. Wer einen freien Parkplatz sieht, könnte dem Auto eine klare Anweisung geben.
Gerade hier liegt aktuell noch ein Schwachpunkt. Viele FSD-Nutzer berichten, dass die Navigation zwar insgesamt beeindruckend funktioniert, bei Detailentscheidungen aber nicht immer den menschlichen Wunsch trifft. Ein manuelles Überschreiben über Blinker oder andere Eingaben klappt nicht in jeder Situation so zuverlässig, wie Fahrer es erwarten.
„Banish“-Funktion rückt näher
Besonders spannend ist der letzte Teil des ursprünglichen Nutzerbeispiels: erst die Insassen am Eingang absetzen, danach selbstständig weiterfahren und parken. Genau das beschreibt im Kern die seit Jahren erwartete Funktion „Banish“.
Banish wird häufig auch als Gegenstück zum Herbeirufen beschrieben. Während die Herbeirufen-Funktion das Fahrzeug zum Fahrer holen soll, würde Banish den umgekehrten Weg ermöglichen: Das Auto setzt die Insassen ab und sucht anschließend eigenständig einen Parkplatz.
Für den Alltag wäre das ein enormer Komfortgewinn. Vor Restaurants, Hotels, Einkaufszentren oder in engen Innenstädten könnte das Fahrzeug die Passagiere direkt am Ziel absetzen und danach selbst einen geeigneten Stellplatz ansteuern. Besonders in belebten Stadtteilen, in denen Parkplätze knapp sind, würde FSD dadurch deutlich praktischer werden.
Ob der Autohersteller den angepeilten Zeitraum tatsächlich einhält, bleibt abzuwarten. Sollte die Funktion jedoch wie beschrieben kommen, könnte sie FSD im Alltag deutlich intuitiver machen und auch einen wichtigen Schritt in Richtung Robotaxi-Erlebnis darstellen.
Würden Sie Ihrem Tesla per Grok spontane Fahranweisungen geben oder wäre Ihnen das zu viel Kontrolle durch KI?
Quelle Beitragsbild: Mit freundlicher Genehmigung von Tesla, Inc.
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