Tesla-FSD Supervised hat erstmals eine verifizierte Fahrt quer durch Kanada ohne Fahrereingriff absolviert. Die 6.051 Kilometer lange Strecke führte von Vancouver bis Halifax und wurde vollständig mit FSD gefahren.

Tesla-FSD durch Kanada
Die Rekordfahrt führte von Horseshoe Bay in Vancouver bis zum Tesla-Showroom in Halifax. Insgesamt legte das Fahrzeug 6.051 Kilometer zurück und durchquerte damit Kanada von Küste zu Küste:
@DavidMoss, @DevinOlsenn, and @Scotsrule08 are proud to announce that we have successfully completed the world’s first Canada coast to coast fully autonomous drive!
— David Moss (@DavidMoss) May 29, 2026
We left Horseshoe Bay Terminal in Vancouver. BC 4 days & 21 hours ago, and now have ended in Halifax, NS at the… pic.twitter.com/X9OTRRlTOV
Das Team rund um David Moss, Devin Olsen und Spencer, bekannt auf X als @Scotsrule08, nutzte während der gesamten Strecke FSD v14.3.3. Nach Angaben der Beteiligten kam es auf der kompletten Route zu keinem einzigen Disengagement, also einem Moment, wo die Software abbricht und der Fahrer übernehmen muss. Selbst beim Parken und an den Supercharger-Stopps musste der Fahrer nicht eingreifen.
Ein öffentlicher Live-Tracker dokumentierte die Fahrt in Echtzeit und wies am Ende eine Selbstfahrrate von 100 Prozent aus. Damit zählt die Tour zu den bislang eindrucksvollsten Demonstrationen von Teslas autonomer Fahrsoftware im Alltag.
6.051 Kilometer autonom
Die Reise dauerte 4 Tage und 21 Stunden. Für Tesla ist der Erfolg besonders relevant, weil die Strecke nicht nur lang war, sondern auch sehr unterschiedliche Verkehrssituationen, Straßenverhältnisse und Wetterbedingungen über mehrere Provinzen hinweg umfasste.
David Moss bezeichnete die Fahrt auf X als erste vollständig autonome Coast-to-Coast-Fahrt (von Küste zu Küste) durch Kanada. Auch aus Teslas Führungsebene gab es Reaktionen: KI-Chef Ashok Elluswamy gratulierte dem Team öffentlich:
Thank you! No more LiDAR for me 😂
— David Moss (@DavidMoss) May 29, 2026
Max de Zegher, Senior Director of Charging bei Tesla, verwies zudem auf die Bedeutung des Supercharger-Netzes. Die Trans-Canada-Route sei bereits 2019 eröffnet worden und könne nun mit FSD von Küste zu Küste befahren werden.
Für ihn zeigt der Meilenstein, dass der Autobauer mit seiner Ladeinfrastruktur nicht nur kurzfristig denkt, sondern langfristig Elektromobilität auf großen Distanzen ermöglichen will:
Routes like Trans-Canada wouldn't get built out and densified through the myopic lens of a charging company.
— Max (@MdeZegher) May 29, 2026
Grateful for @Tesla having a broad, longer-term goal of inspiring customers that you can travel anywhere confidently in an EV.
Kein perfekter Alltag
Ganz ohne besondere Situationen verlief die Fahrt dennoch nicht. Spencer berichtete von einem Moment an einer Baustelle: Ein automatisiertes Stoppschild stand aufrecht, woraufhin die FSD-Software es als echtes Stoppschild interpretierte und anhielt.
Andere Verkehrsteilnehmer reagierten ungeduldig und hupten. Das Team griff trotzdem nicht ein, wartete die Situation ab und ließ das System selbstständig fortfahren. Gerade solche Momente machen den Test interessant, denn sie zeigen, wie FSD mit uneindeutigen Verkehrssituationen umgeht und wie konsequent die Fahrer ihren „Null-Eingriffe“-Ansatz verfolgt haben.
Zweiter großer Meilenstein
Für David Moss ist es bereits der zweite große FSD-Erfolg innerhalb kurzer Zeit. Am 31. Dezember 2025 absolvierte er die erste verifizierte Coast-to-Coast-Fahrt durch die USA ohne Fahrereingriff.
Damals führte die Route vom Tesla Diner in Los Angeles bis nach Myrtle Beach in South Carolina. Die Strecke betrug 2.732 Meilen und wurde mit FSD v14.2 in 2 Tagen und 20 Stunden gefahren.
Mit der Kanada-Fahrt legt Moss nun nach und zeigt, wie schnell sich das autonome System weiterentwickelt. Während FSD Supervised weiterhin die Aufmerksamkeit des Fahrers erfordert, liefern solche Fahrten wichtige Praxisbeispiele dafür, wie zuverlässig die Software bereits auf langen Distanzen arbeiten kann.
Während jeder in ganz Nordamerika FSD bereits nutzen kann, müssen sich die meisten Tesla-Fahrer in Europa noch in Geduld üben. Doch auch hier gibt es Lichtblicke, denn erst in dieser Woche wurde die Software nach den Niederlanden und Litauen im dritten EU-Land offiziell genehmigt.
Würden Sie sich auf eine mehrtägige Fahrt mit FSD verlassen? Schreiben Sie Ihre Meinung unten in die Kommentare.
Quelle Beitragsbild: David Moss via X
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