Neuer Tesla Roadster enthüllt: Flugfähigkeit, Konfigurationen & Starttermin

von | 16. Oktober 2026 | Tesla Roadster

Neuer Tesla Roadster enthüllt: Flugfähigkeit, Konfigurationen & Starttermin

Tesla hat den neuen Roadster mit einer spektakulären Flugvorführung präsentiert. Drei Varianten sollen den Elektro-Sportwagen bis hin zur abhebenden Raketenversion auf ein neues Leistungsniveau bringen.

Tesla lässt Roadster abheben

Nach Jahren des Wartens, verschobenen Zeitplänen und immer gewagteren Ankündigungen hat Tesla den neuen Roadster endlich enthüllt. Die Erwartungen waren enorm, schließlich hatte Elon Musk eine Vorführung versprochen, die weit über eine gewöhnliche Autopräsentation hinausgehen sollte.

Und Tesla enttäuschte nicht: Was der Sportwagen an diesem Abend zeigte, ließ selbst die angekündigten Beschleunigungswerte zur Nebensache werden.

Die Vorstellung am Donnerstagabend nahe dem texanischen Waco erinnerte eher an einen Raumfahrttest als an eine klassische Autopräsentation.

Unweit des SpaceX-Standorts McGregor fuhr der neue Tesla Roadster eine gebogene Rampe hinauf, hing kurz kopfüber und flog anschließend mit einer Drehung zurück auf den Asphalt:

Auch beim Überfliegen anderer Tesla-Fahrzeuge demonstrierte der Sportwagen seine Fähigkeiten. Der Roadster schwebte über Cybercab, Cybertruck, Semi, Model Y und Model 3 hinweg:

Eine weitere Demonstration zeigte die Beschleunigung aus dem Stand auf 60 Meilen pro Stunde in einer Sekunde.

Elon Musk bezeichnete das Fahrzeug als Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen Tesla und Raumfahrtunternehmen SpaceX.

Neben ihm begleiteten auch Tesla-Designchef Franz von Holzhausen und Entwicklungschef Lars Moravy die Präsentation. Musk zufolge soll das gezeigte Fahrzeug dem späteren Kundenauto entsprechen.

Drei Varianten, extreme Beschleunigung

Tesla teilt den neuen Roadster in die Ausführungen Performance, Thrust und Rocket auf. Sie unterscheiden sich bei Sitzplätzen, Antriebshilfen und vorgesehenem Einsatz deutlich.

Der „Roadster Performance“ bietet zwei Sitze, aktive Aerodynamik und ein mehrstufiges Ansaugsystem. Für den Sprint auf 60 mph (rund 97 km/h) nennt Tesla weniger als 1,6 Sekunden.

Beim ebenfalls zweisitzigen „Roadster Thrust“ kommen Kaltgasdüsen am Heck hinzu. Sie liefern zusätzlichen Schub und sollen die Beschleunigungszeit auf weniger als 0,9 Sekunden verkürzen. Tesla richtet diese Ausführung auf den Rennstreckeneinsatz aus.

Die extremste Variante heißt „Roadster Rocket“ und verfügt über einen Sitz. Rund um das Fahrzeug angeordnete Düsen ermöglichen Vorwärtsbeschleunigung, Auftrieb und Drehbewegungen. Für diese Ausführung nennt Tesla weniger als 0,59 Sekunden auf 60 mph. Damit liegt die Herstellerangabe sogar deutlich unter einer Sekunde.

Zusätzlich nennt die Vorlage eine Höchstgeschwindigkeit von mehr als 230 mph, also rund 370 km/h, sowie über 300 Meilen Reichweite. Das entspricht etwa 483 Kilometern. Welche Werte unter welchen Bedingungen für die einzelnen Ausführungen gelten, bleibt in den Angaben teilweise offen.

Roadster Track Mode mit Optimus-Technik

Im Track Mode verändert der Roadster seine Aerodynamik gezielt für den Rennstreckeneinsatz. Laut Tesla erzeugen die Aeroelemente einen Abtrieb, der sich dem Niveau von Formel-1-Autos nähert und alle bisherigen Straßenfahrzeuge übertreffen soll.

Für die Verstellung der Flügel nutzt der Hersteller Aktuatorentechnik seines humanoiden Roboters Optimus:

Damit fließt auch Teslas Robotikentwicklung direkt in den neuen Sportwagen ein.

Die wichtigsten Roadster-Highlights

Die Technik geht weit über zusätzliche Leistung hinaus. Tesla verbindet Ansaugtechnik und aktive Aerodynamik mit Leichtbau und Elementen aus der Raumfahrt:

  • Haftung per Unterdruck: Ventilatoren und eine Abdichtung zum Boden saugen Luft unter dem Fahrzeug ab. Das System soll den Roadster selbst im Stillstand kopfüber halten können.
  • Aktive Aerodynamik: Bewegliche Flügel passen die Luftführung an. Im Track Mode senkt sich das Fahrzeug zusätzlich ab.
  • Präzise Schubregelung: Elektrische Aktuatoren steuern die Kaltgasdüsen mit feinen Korrekturen, um das Fahrzeug während des Flugs zu stabilisieren.
  • Lenkung ohne mechanische Verbindung: Tesla kombiniert ein Yoke-Lenkrad mit Steer-by-Wire.
  • Konsequenter Leichtbau: Magnesium, Titan und Carbon sollen Gewicht sparen. Dazu kommen manuelle Bedienelemente und eine feste Sitzposition.
  • Neues Erscheinungsbild: Verdeckte Scheinwerfer, ein durchgehendes Rücklicht und der von Luftfahrtbeschichtungen inspirierte Farbton „Ano White“ prägen die Karosserie.
  • Cockpit mit drei Displays: Ein zentraler Touchscreen und zwei kleinere Anzeigen ergänzen den hellen Innenraum mit grauem Mikrofaserstoff. Gold getöntes Glas orientiert sich an den Visieren von Raumanzügen.

Reservierungen offen, Zulassung ausstehend

Tesla hat die Reservierungen für den Roadster wieder geöffnet. Dafür verlangt das Unternehmen eine Anzahlung von 50.000 US-Dollar. Endgültige Kaufpreise gehen aus den vorliegenden Informationen noch nicht hervor.

Die Verfügbarkeit staffelt der Autobauer nach Ausführung: Interessenten können den Performance reservieren, während der Thrust nur in begrenzter Stückzahl erscheinen soll. Die Rocket-Version bleibt Kunden mit Einladung vorbehalten. Auf seiner Roadster-Seite weist der Elektro-Pionier zudem darauf hin, dass diese Ausführung nicht in allen Regionen verfügbar sein wird.

Trotz der Bezeichnung des Performance als straßentaugliche Variante besteht bislang keine Freigabe für den öffentlichen Straßenverkehr.

Musks Ankündigung, Besitzer könnten die Flugmanöver später selbst abrufen, beschreibt damit zunächst einen Anspruch an das fertige Produkt. Eine Erlaubnis für solche Manöver im Straßenverkehr lässt sich daraus nicht ableiten.

Die Produktion soll 2027 oder 2028 in der Gigafactory Texas beginnen. Musk hatte dafür einen Abstand von zwölf bis 18 Monaten nach der Vorführung genannt. Einen verbindlichen Auslieferungstermin gibt es in den vorliegenden Angaben noch nicht.

Hat die Enthüllung des neuen Roadster Ihre Erwartungen erfüllt? Schreiben Sie Ihre Meinung in die Kommentare.

Quelle Beitragsbild: Tesla via X

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