Tesla will die Produktion in Grünheide ab Oktober auf 7.500 Model Y pro Woche hochfahren. Dafür schafft der Elektroautobauer erneut weitere 1.000 Stellen am deutschen Standort.

Tesla steigert Produktion
Der US-Autobauer hat bestätigt, dass die Fahrzeugproduktion in der Gigafactory Grünheide um weitere 20 Prozent ausgebaut werden soll. Ab Oktober will Tesla am Standort Grünheide schrittweise auf 7.500 Model Y pro Woche hochfahren.
Diese Kapazitätssteigerung kommt zusätzlich auf den bereits ab Juli angekündigten Ausbau auf 6.200 Einheiten in der Woche hinzu.
Werkleiter Andre Thierig kündigte die neue Zielmarke gestern auf X an und skizzierte die zeitliche Abfolge:
NEWS: Giga Berlin keeps expanding!
— André Thierig (@AndrThie) June 25, 2026
Just recently we announced:
– increase of vehicle production from 5000 to 6200/week starting from July, creating 1000 new jobs
– substantial investments into our cell factory to enable 18 GWh of 4680 manufacturing capacity starting from 2027,… pic.twitter.com/AvnfQOnXoV
Demnach informiert das Unternehmen die Belegschaft über die nächste Ausbaustufe und will dafür weitere 1.000 Mitarbeiter einstellen.
Damit legt das Werk innerhalb kurzer Zeit erneut zu. Ab dem kommenden Monat soll die Wochenproduktion bereits von rund 5.000 auf 6.200 Fahrzeuge steigen. Dann folgt der nächste Schritt, der die Bedeutung des deutschen Standorts für Tesla in Europa weiter unterstreicht.
Job-Boom: 1.000 neue Stellen
Die zusätzlichen Jobs sollen direkt mit dem Hochlauf der Fahrzeugproduktion verbunden sein. Bereits im Frühjahr hatte der Elektroautobauer 1.000 neue Stellen für den Fahrzeugbereich angekündigt. Mit der nun bestätigten Erweiterung kommen noch einmal 1.000 Arbeitsplätze hinzu.
Insgesamt reiht sich die Ankündigung in eine Serie von Investitionen und Ausbauplänen ein. Tesla hatte zuletzt auch umfangreiche Investitionen in die Batteriezellfertigung bestätigt. Dort sollen ab 2027 4680-Zellen mit einer Kapazität von 18 Gigawattstunden pro Jahr entstehen.
Zusammengerechnet spricht Tesla von 3.500 neuen Arbeitsplätzen, die durch die jüngsten Schritte in Fahrzeugproduktion und Batterieproduktion entstehen sollen. Für Brandenburg ist das ein starkes Signal in einer Phase, in der viele klassische Autobauer eher Stellen streichen oder Werke umbauen.
Nachfrage nach Model Y ungebremst
Der Produktionshochlauf kommt nicht zufällig. Das Model Y bleibt für Tesla in Europa ein zentrales Modell und die Nachfrage zieht in mehreren Märkten wieder deutlich an. Besonders in Deutschland legten die Zulassungen zuletzt im Vergleich zum Vorjahr spürbar zu, doch selbst EU-weit zeigen neueste Daten ein starkes Momentum auf Teslas Seite.
Das „Giga Berlin“-Werk beliefert nämlich nicht nur den deutschen Markt, sondern spielt für die meisten anderen europäische Länder eine wichtige Rolle. Eine höhere Wochenproduktion hilft Tesla dabei, Lieferzeiten zu verkürzen, Marktanteile zu sichern und flexibler auf Nachfrageänderungen zu reagieren.
Mit 7.500 Model Y pro Woche würde Grünheide eine neue Größenordnung erreichen. Hochgerechnet entspräche das bei stabiler Auslastung einer theoretischen Jahresproduktion von deutlich mehr als 350.000 Fahrzeugen.
Tesla größter Arbeitgeber in Brandenburg
Tesla gilt mit rund 11.000 Beschäftigten bereits als größter privater Arbeitgeber in Brandenburg. Mit den neuen Stellen könnte diese Zahl weiter deutlich steigen.
Auch Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke bewertet die Entwicklung positiv. Er betont, dass Tesla entgegen dem allgemeinen Trend in der Automobilindustrie weiter in den Standort investiere und viele zusätzliche Jobs schaffe. Für ihn bleibt der Elektro-Pionier in Brandenburg eine Erfolgsgeschichte.
Für die Region bedeutet der weitere Ausbau nicht nur neue Arbeitsplätze, sondern auch eine stärkere industrielle Bedeutung.
Ist der Hochlauf ein starkes Signal für den Standort Deutschland? Schreiben Sie Ihre Meinung in die Kommentare.
Quelle Beitragsbild: André Thierig via X
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