Tesla weitet sein Pilotprogramm für den vollelektrischen Semi weiter aus. Ein Logistikunternehmen aus Texas hat den Elektro-Lkw nun im realen Betrieb getestet und überraschend starke Effizienzwerte gemeldet.
Tesla Semi in Texas
Der Elektro-Lkw von Tesla wird inzwischen in immer mehr realen Transportnetzwerken getestet. Neuester Teilnehmer des Pilotprogramms ist das US-Logistikunternehmen Mone Transport, das vor allem grenzüberschreitende Transporte zwischen den USA und Mexiko organisiert.
Der Spediteur setzte den Tesla Semi über mehrere tausend Meilen im regulären Betrieb in Texas ein. Dabei konnte das Unternehmen wertvolle Erfahrungen mit dem Fahrzeug sammeln und veröffentlichte anschließend erste Leistungsdaten.
Nach Angaben von Mone Transport absolvierte der elektrische Sattelzug über 4.700 Meilen im Einsatz und erreichte dabei einen durchschnittlichen Energieverbrauch von 1,64 Kilowattstunden pro Meile. Damit liegt der Wert sogar unter dem offiziellen Zielwert von Tesla:
Mone Transport recently had the opportunity to put the Tesla Semi to the test, and we're thrilled with the results!
— Mone Transport (@monetransport) March 10, 2026
Over 4,700 miles of operations at 1.64 kWh/mile in our Texas operation.
We’re committed to providing zero emission transportation to our customers! pic.twitter.com/lYX0QSVHTp
Effizienz deutlich besser
Zum Vergleich: Konventionelle schwere Diesel-Lkw der gleichen Fahrzeugklasse benötigen im Schnitt ein Vielfaches an Energie. Rechnet man deren Kraftstoffverbrauch in elektrische Energie um, liegen sie bei etwa 5,5 Kilowattstunden pro Meile.
Der Semi vom US-Autobauer kommt damit auf einen Energiebedarf, der etwa drei- bis viermal niedriger ausfällt. Gleichzeitig entstehen während der Fahrt keinerlei direkte Abgasemissionen.
Für Logistikunternehmen könnte das erhebliche Auswirkungen auf die Betriebskosten haben. Neben der höheren Energieeffizienz gelten auch Wartungskosten bei elektrischen Nutzfahrzeugen als deutlich geringer.
Pilotprogramm wächst
Die Ergebnisse aus Texas stehen im Einklang mit anderen Tests aus dem laufenden Pilotprogramm. Mehrere große Logistikunternehmen haben bereits ähnliche Effizienzwerte gemeldet.
So berichtete etwa der Frachtanbieter ArcBest über durchschnittlich rund 1,55 Kilowattstunden pro Meile nach mehreren Wochen Einsatz auf unterschiedlichen Routen. Auch andere Unternehmen wie PepsiCo, DHL oder Saia bestätigten Werte um etwa 1,7 Kilowattstunden pro Meile.
Diese Ergebnisse zeigen, dass der Semi auch unter anspruchsvollen Bedingungen mit klassischen Diesel-Lkw mithalten kann.
Infrastruktur im Ausbau
Parallel zu den Fahrzeugtests arbeitet der Elektro-Pionier an der passenden Ladeinfrastruktur. Erst kürzlich eröffnete das Unternehmen in Los Angeles einen ersten öffentlichen Megacharger-Standort speziell für den Tesla Semi.
Zunächst konzentriert sich der Ausbau der Ladeinfrastruktur auf wichtige Transportkorridore an der US-Westküste. Langfristig plant Tesla jedoch ein landesweites Netz, das auch weitere Regionen der USA abdecken soll.
Mit zunehmender Produktion und wachsender Infrastruktur könnte der Tesla Semi damit in den kommenden Jahren eine größere Rolle im Güterverkehr übernehmen. Dass der Semi übrigens auch nach Europa kommen soll, bestätigte unlängst Elon Musk persönlich.
Wie sehen Sie die Zukunft des Tesla Semi im elektrischen Fernverkehr? Schreiben Sie Ihre Meinung in die Kommentare.
Quelle Beitragsbild: Mone Transport via X
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