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Tesla Semi: Großes Logistikunternehmen bestellt 370 Einheiten

Tesla Semi: Großes Logistikunternehmen bestellt 370 Einheiten

In Kalifornien entsteht ein riesiges neues Netzwerk für elektrischen Schwerlasttransport. Eine zentrale Rolle spielt dabei der Tesla Semi, den ein wichtiger Logistikkonzern in großer Menge ordert.

WattEV bestellt 370 Tesla Semi

Der US-Logistikanbieter WattEV hat einen Auftrag über 370 Tesla Semi bekanntgegeben. Damit entsteht nach Unternehmensangaben der größte einzelne Einsatz schwerer Elektro-Lkw in Kalifornien.

Die ersten 50 Fahrzeuge sollen ab 2026 ausgeliefert werden. Bis Ende 2027 will der Konzern die komplette Flotte im Betrieb haben. Für Tesla ist der Auftrag ein wichtiges Signal: Der Semi wird zunehmend nicht mehr nur als Zukunftsversprechen gesehen, sondern als ernsthafte Option für große Flottenbetreiber. Passend dazu hat das Unternehmen von Elon Musk kürzlich mit der Massenfertigung seines Lkw begonnen.

WattEV nutzt bereits zwei Tesla Semis im eigenen Betrieb. Nun soll daraus ein deutlich größeres Netzwerk werden, das vor allem den Güterverkehr in Kalifornien elektrifizieren soll.

Port Oakland im Fokus

Mehr als 300 der bestellten Tesla Semis sollen im Rahmen eines gemeinsamen Programms mit dem Port of Oakland eingesetzt werden. Damit rückt einer der wichtigsten Güterknotenpunkte Kaliforniens in den Mittelpunkt der Elektrifizierung.

Der Start der ersten 50 Fahrzeuge fällt mit dem geplanten Ausbau neuer Ladepunkte zusammen. WattEV will unter anderem am Port of Oakland und in Fresno neue Lkw-Ladestationen eröffnen. Weitere Standorte sind in Stockton und Sacramento geplant.

Besonders entscheidend ist dabei die Ladeinfrastruktur: Die neuen Depots sollen mit Teslas Megawatt-Ladesystem ausgestattet werden. Laut WattEV kann ein Tesla Semi dort in rund 30 Minuten etwa 300 Meilen Reichweite nachladen. Für den Frachtverkehr ist genau das ein zentraler Punkt, denn lange Standzeiten gelten als einer der größten Nachteile elektrischer Schwerlast-Lkw.

Warum der Semi?

WattEV-Chef Salim Youssefzadeh erklärte auf der ACT Expo in Las Vegas, dass die Entscheidung nach einer öffentlichen Ausschreibung gefallen sei. Ausschlaggebend seien Kosten, Leistung und Verfügbarkeit gewesen.

Damit setzt WattEV bewusst auf Teslas Elektro-Lkw, während der Markt für schwere E-Trucks derzeit noch im Aufbau ist. Der Tesla Semi soll vor allem dort punkten, wo planbare Routen, hohe Laufleistungen und eigene Ladeinfrastruktur zusammenkommen.

Genau dieses Modell verfolgt WattEV: Das Unternehmen will nicht nur Fahrzeuge einsetzen, sondern gleichzeitig Ladeparks, Flottenbetrieb und Logistikdienstleistungen miteinander verbinden. Für Spediteure könnte das die Einstiegshürde deutlich senken, da sie nicht selbst die gesamte Infrastruktur aufbauen müssen.

Niedrigere Betriebskosten als Diesel

WattEV sieht den größten Hebel bei den Betriebskosten. Dieselpreise bleiben für Flotten ein entscheidender Faktor, während Strom im passenden Infrastrukturmodell langfristig planbarer und günstiger sein kann.

Das Unternehmen spricht bereits heute von besseren wirtschaftlichen Bedingungen im Vergleich zu Diesel. Je stärker sich Energie- und Kraftstoffkosten auseinanderentwickeln, desto attraktiver werde der elektrische Schwerlastverkehr.

Dass WattEV damit nicht bei null startet, zeigt der bisherige Betrieb: Die bestehende Flotte aus 75 Elektro-Lkw hat nach Unternehmensangaben bereits mehr als sieben Millionen elektrische Frachtmeilen zurückgelegt. Der Schwerpunkt lag dabei vor allem auf Hafenlogistik und mittleren Transportstrecken in Südkalifornien.

Netzwerk wächst weiter

WattEV betreibt bereits sechs Lade-Depots in Südkalifornien, darunter am Port of Long Beach, in San Bernardino, Gardena, Vernon, Oxnard und Bakersfield. Der Standort Bakersfield wird dabei mit Solarenergie unterstützt.

Zusätzlich befinden sich 15 weitere Standorte in Entwicklung. Das Ziel ist klar: Aus einem kalifornischen Netzwerk soll langfristig ein landesweites System für elektrifizierten Güterverkehr werden.

Für Tesla könnte dieser Auftrag ein wichtiger Beweis dafür sein, dass der Semi im kommerziellen Maßstab ankommt. Wenn WattEV seine Pläne wie angekündigt umsetzt, werden Hunderte Tesla Semis künftig auf wichtigen Frachtrouten unterwegs sein – mit direkter Konkurrenz zum Diesel-Lkw.

Was halten Sie vom Tesla Semi im Schwerlastverkehr? Schreiben Sie Ihre Meinung in die Kommentare.

Quelle Beitragsbild: Mit freundlicher Genehmigung von Tesla, Inc.

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