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Geniale Lösung: Tesla optimiert Wischerautomatik per Software-Update

Geniale Lösung: Tesla optimiert Wischerautomatik per Software-Update

Tesla verbessert die automatische Scheibenwischer-Steuerung mit einem neuen Software-Ansatz deutlich. Statt nur Kameradaten zu nutzen, erkennt das System nun über gemessene Reibung präzise, ob die Scheibe trocken, nass oder verschmutzt ist.

Tesla behebt Wischerproblem

Viele Tesla-Fahrer kennen das Phänomen: Die Scheibenwischer aktivieren, obwohl die Windschutzscheibe trocken ist – ein direkter Nebeneffekt der kamerabasierten Regen­erkennung in Model Y und Co.. Nun zeigt ein neues Patent, dass der Hersteller dieses Problem auf eine ungewöhnliche Weise angegangen ist.

Statt sich ausschließlich auf visuelle Daten zu verlassen, nutzt Tesla künftig physikalische Messwerte. Ziel ist es, die tatsächlichen Bedingungen auf der Scheibe deutlich präziser zu erfassen und unnötige Wischvorgänge zu vermeiden.

Tesla-Ingenieur Yun-Ta Tsai bestätigte auf der Kurznachrichtenplattform X, dass das Update bereits ausgespielt wurde und in der Flotte aktiv ist:

Software misst Reibung

Kern der Lösung ist ein sogenanntes Energiebilanz-Modell. Dabei analysiert das Fahrzeug kontinuierlich die elektrische Leistung, die an den Wischermotor geliefert wird, und gleicht diese mit bekannten Verlusten im System ab.

Dazu zählen unter anderem mechanische Reibung, elektrische Effizienzverluste sowie der Luftwiderstand bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Aus diesen Daten berechnet das System die tatsächliche Reibung zwischen Wischerblatt und Glas und erkennt so indirekt, was sich auf der Scheibe befindet.

FSD bekommt Tastsinn

Diese Methode eröffnet neue Möglichkeiten. Während Kameras das „Sehen“ übernehmen, erhält das System dank der Reibungsanalyse eine Art „Tastsinn“.

Das Fahrzeug kann somit unterscheiden, ob die Scheibe trocken, verschmutzt oder vereist ist. Bei hoher Reibung erkennt es etwa trockene oder schmutzige Oberflächen und kann automatisch Wischwasser einsetzen. Bei ungewöhnlich geringer Reibung lassen sich hingegen Eis oder Frost identifizieren, woraufhin das Fahrzeug selbstständig Enteisen-Funktionen aktiviert.

Selbst der Zustand der Wischerblätter lässt sich so langfristig überwachen, wodurch das System den Fahrer rechtzeitig auf einen notwendigen Austausch hinweisen kann:

Update bereits implementiert

Bemerkenswert: Die Technologie ist keine Zukunftsmusik. Laut Yun-Ta Tsai läuft das System bereits per Over-the-Air-Update auf der gesamten Fahrzeugflotte.

Mit der kommenden FSD-Version v14.3 soll die Funktion weiter ausgebaut werden. Insbesondere bei winterlichen Bedingungen plant das Unternehmen Verbesserungen bei der Steuerung von Wischwasser, Enteisung und Beschlagentfernung.

Damit zeigt sich einmal mehr, wie stark der US-Autobauer auf Software setzt, um bestehende Hardware kontinuierlich zu verbessern – selbst bei scheinbar einfachen Komponenten wie Scheibenwischern.

Was halten Sie vom Ansatz, solche Details über Software zu optimieren?

Quelle Beitragsbild: Mit freundlicher Genehmigung von Tesla, Inc.

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Quelle Beitragsbild: Mit freundlicher Genehmigung von Tesla, Inc.

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