Tesla veröffentlicht erstmals zentrale Sicherheitsdaten zur europäischen Freigabe von FSD Supervised. Am 6. Oktober könnte eine EU-weite Abstimmung über das System folgen.
Tesla belegt FSD-Sicherheit
Der US-Autobauer hat am 1. September ein umfangreiches Evidenz-Dashboard veröffentlicht, mit dem das Unternehmen die Sicherheit von FSD Supervised belegen will:
An update on FSD Supervised in Europe
— Tesla Europe, Middle East & Africa (@teslaeurope) September 1, 2026
FSD is currently approved in five EU countries (NL, DK, BE, EE, LT), used by >70k customers for over 1 million km per day, and is 4.1x less likely to get into a crash compared to manual driving, measured across 100 million km on public EU…
Die darin enthaltenen Daten dienten bereits als Grundlage für die Zulassung in den Niederlanden und wurden den EU-Mitgliedstaaten im April 2026 vorgelegt.
Aktuell ist FSD Supervised in den Niederlanden, Dänemark, Belgien, Estland und Litauen freigegeben. Mehr als 70.000 Kunden nutzen das System laut Tesla täglich auf über einer Million Kilometern. Auf insgesamt 100 Millionen ausgewerteten Kilometern sei die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls mit aktiviertem FSD Supervised 4,1-mal niedriger als bei manueller Fahrt.
Auch die europäischen Testprogramme spielen in Teslas Argumentation eine zentrale Rolle. Das Unternehmen absolvierte mehr als 230.000 strukturierte Tests in sechs Städten und erreichte dabei eine Erfolgsquote von über 99 Prozent. Nach eigenen Angaben trat kein sicherheitskritisches Ereignis auf.
Zusätzlich legte Teslas europäische Entwicklungsflotte mehr als 793.000 Meilen in acht Ländern zurück. Das entspricht rund 1,28 Millionen Kilometern. Der Elektro-Pionier führt in diesem Zeitraum keinen schweren oder leichten Unfall auf eine Fehlleistung von FSD zurück.
Besonders hohe Erfolgsquoten verzeichnete das System laut Dashboard an Kreisverkehren, Kreuzungen und Fußgängerüberwegen. Beim Vorbeilassen von Radfahrern bestand FSD 99,9 Prozent der ausgewerteten Tests. Je nach Straßenklasse aktivierte sich die automatische Notbremsung zudem 77 bis 97 Prozent seltener als bei manuellen Fahrten.
Der Elektroautobauer betont, dass sämtliche veröffentlichten Daten bereits vor der niederländischen Genehmigung erhoben wurden. Unabhängig überprüft sind die vom Unternehmen präsentierten Ergebnisse allerdings nicht.
So läuft der Freigabe-Prozess
Tesla hat FSD Supervised an die bestehende UN-Regelung R171 für Fahrerassistenzsysteme angepasst. Für einzelne Fahrmanöver beantragte das Unternehmen über das Verfahren nach Artikel 39 der EU-Typgenehmigungsverordnung Ausnahmen. Die niederländische Zulassungsbehörde RDW erteilte daraufhin im April eine vorläufige Genehmigung, die vier weitere EU-Staaten anschließend anerkannten.
Eine Zustimmung auf EU-Ebene würde den Weg für eine deutlich breitere Einführung ebnen. Deutschland gehört bislang nicht zu den Ländern, in denen das System verfügbar ist.
Ob es am 6. Oktober tatsächlich zur Abstimmung und anschließend zu einer europaweiten Freigabe kommt, bleibt offen.
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Quelle Beitragsbild: Mit freundlicher Genehmigung von Tesla, Inc.
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