Nvidia-CEO Jensen Huang hat auf der CES 2026 Teslas FSD-System in höchsten Tönen gelobt und spannende Einblicke in die Unterschiede zu Nvidias eigener Lösung Alpamayo gegeben. Dabei wurde deutlich, wie unterschiedlich die beiden Tech-Giganten den Weg zum autonomen Fahren gestalten.
Tesla-FSD ist „State-of-the-Art“ laut Huang
Nvidia sorgte auf der CES 2026 mit der Vorstellung von Alpamayo für Schlagzeilen. Dabei handelt es sich um ein KI-basiertes System, das die Entwicklung autonomer Fahrfunktionen beschleunigen soll. Aufgrund des klaren Fokus auf künstliche Intelligenz wurde schnell spekuliert, ob Alpamayo als direkter Rivale zu Teslas FSD positioniert ist.
Elon Musk kommentierte die Ankündigung bereits im Vorfeld und betonte, dass es zwar relativ einfach sei, 99 Prozent der Aufgaben im autonomen Fahren zu lösen – das letzte Prozent jedoch besonders anspruchsvoll sei. Dem Tesla-Chef zufolge würde auch Nvidia das früher oder später feststellen.
Musk selbst jedenfalls „verliere keinen Schlaf“ wegen des neuen Konkurrenten und wünscht Nvidia gutes Gelingen:
I’m not losing any sleep about this.
— Elon Musk (@elonmusk) January 6, 2026
And I genuinely hope they succeed.
Nvidia selbst betrachtet sich offenbar auch nicht als direkte Konkurrenz. Auf der Technik-Messe bezeichnete Nvidia-CEO Jensen Huang das Full-Self-Driving-System (FSD) des US-Autobauers als „weltklasse“ und „state-of-the-art“:
$NVDA CEO Jensen Huang was just asked about the difference between Nvidia’s Alpamayo & $TSLA FSD.
— WOLF (@WOLF_Financial) January 6, 2026
Here is his full answer: pic.twitter.com/LxWZ6WoGmW
Insbesondere das Zusammenspiel aus Design, Datensammlung, KI-Training und Simulation beeindrucke ihn. „Ich nutze FSD selbst – es funktioniert unglaublich gut“, so Huang.
Damit erhält das Unternehmen von Elon Musk ein öffentliches Lob von einem der führenden Köpfe der KI-Industrie, und das ausgerechnet im Kontext der Vorstellung von Nvidias eigenem autonomen Fahrsystem Alpamayo.
Tesla verfolgt anderen Ansatz
Trotz der offensichtlichen Parallelen zwischen den beiden autonomen Fahrsoftwares machte Huang deutlich: Beide Systeme basieren auf grundlegend verschiedenen Philosophien.
Während Tesla auf eine vollständige vertikale Integration setzt – vom neuronalen Netz bis zur Fahrzeugintegration – versteht sich Nvidia als Plattformanbieter. Das Unternehmen entwickelt keine eigenen Fahrzeuge, sondern liefert Bausteine: Rechenzentren für KI-Training, Simulationsplattformen und Bordcomputer, die Automobilhersteller wie XPeng, Waymo oder Nuro nutzen können.
FSD setzt auf End-to-End-KI
Ein zentrales Unterscheidungsmerkmal laut Huang: Teslas FSD ist ein durchgängig trainiertes, sogenanntes End-to-End-Modell. Das bedeutet, dass die gesamte Steuerung vom Kameraeingang bis zur Lenkentscheidung von einem einzigen großen KI-System übernommen wird.
Dieser Ansatz sei technologisch hochkomplex, aber auch besonders leistungsfähig. Laut Elon Musk liegt die Herausforderung eben nicht in den ersten 99 Prozent, sondern im berüchtigten „Long Tail“ der verbleibenden Sonderfälle:
Well that’s just exactly what Tesla is doing 😂
— Elon Musk (@elonmusk) January 6, 2026
What they will find is that it’s easy to get to 99% and then super hard to solve the long tail of the distribution.
Alpamayo als offene Plattform
Nvidia verfolgt hingegen eine offene Plattformstrategie. Kunden können einzelne Komponenten übernehmen, eigene Systeme trainieren und Modelle dank Open Source anpassen. Der Vorteil: maximale Flexibilität für unterschiedlichste Hersteller und Märkte.
Huang sieht darin die Zukunft: In zehn Jahren könnten hunderte Millionen Fahrzeuge mit autonomen Fähigkeiten ausgestattet sein, nicht durch eine einzige Firma, sondern durch ein offenes, modulares Ökosystem.
Tesla bleibt mit seinem FSD-System in der Pionierrolle. Dass Nvidia trotzdem lobende Worte findet, zeigt: Auch unter Branchenführern genießt der Elektro-Pionier höchsten Respekt.
Und das mit gutem Grund: Teslas FSD-System wird bereits täglich genutzt und hat über 6 Milliarden Meilen an Fahrdaten gesammelt. Zuletzt gelang es einem Amerikaner sogar erstmals, die USA vollständig von Küste zu Küste zu durchqueren – nur mit FSD und ohne einen einzigen menschlichen Eingriff.
Ist der All-in-One-Ansatz der richtige Weg oder wird sich ein offenes Plattformmodell wie das von Nvidia durchsetzen? Schreiben Sie uns Ihre Meinung in die Kommentare.
Quelle Beitragsbild: Mit freundlicher Genehmigung von Tesla, Inc.
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